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So nicht, Darling, Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Es ist immer wieder interessant, auf welche Ideen Autoren kommen, um eine Liebesgeschichte in die Wege zu leiten. Dass Organe wie das Herz manchmal eine Erinnerung an die Seele und den Menschen speichern, mag einleuchten, aber das Blut?

Zumindest spielt „So nicht, Darling“ genau damit.

 

Vor einem Jahr hatte Maiko einen sehr schweren Unfall, bei dem sie auch einiges an Bluttransfusionen erhielt. Inzwischen ist sie wieder so gesund, dass sie wieder zur Uni gehen kann. Allein seltsame Träume mit teilweise erotischen Inhalt sind zurück geblieben und sie sieht immer ganz genau das Gesicht eines Unbekannten vor sich.

Schon der erste Tag wartet mit so mancher Überraschung auf. Nicht nur, dass sich ihre Kommilitonen noch an sie erinnern, auch der bekannte und beliebte Schriftsteller Yukiya Nagase ist für eine Gastvorlesung anwesend. Als Maiko ihn sieht, bekommt sie fast einen Schock, denn er sieht genau so aus, wie der Mann aus ihren Träumen.

Da sie nicht auf den Kopf gefallen und schüchtern ist, stellt sie sich ihm vor, nicht ahnend, dass sie damit eine Kettenreaktion auslöst. Denn auch der Witwer ist von ihr fasziniert und angezogen.

Er lädt sie sogar zu sich nach Hause ein, wo sie erfahren muss, dass er nicht nur einen kleinen Sohn hat, sondern auch seit ein paar Monaten Witwer ist. Ausgerechnet seine verstorbene Frau hat ihr viel Blut gespendet ... und es scheint so, als würde es Erinnerungen wecken, die nicht Maikos eigene sind.

 

Zwar wird auch im Manga einmal gesagt, dass es sicherlich weit her geholt ist, dass in Blut ein Teil der Seele der Toten zurückgeblieben ist, aber dennoch thematisiert die Künstlerin dies bewusst und nutzt die Gelegenheit, ihre Heldin mit einem hübschen jungen Mann zusammenzubringen und leidenschaftliche Gefühle aufkommen zu lassen. Um Liebe geht es dabei erst einmal gar nicht, eher um körperliche Anziehung und Sex, denn quasi das erste, was sie machen ist, miteinander zu schlafen.

Daran merkt man auch, dass der Autorin in erster Linie genau das wichtig ist. Die Gefühle der Helden sind dabei eher zweitrangig, die Geschichte dreht sich vor allem darum, die beiden gezielt körperlich nahe zu bringen, der kleine Sohn des Witwers sorgt für die heiteren und niedlichen Momente.

Natürlich könnte die Geschichte schon damit zu Ende sein, aber glücklicherweise gibt es ja noch den Verstand, der für Komplikationen sorgen könnte.

 

Alles in allem ist „So nicht, Darling“ eine zwar ein wenig hergeholte aber heitere und leidenschaftliche Romanze, die sogar noch recht schön gezeichnet ist und gerade für Leserinnen im Teenageralter, die noch ungebremst schwärmen können. sehr reizvoll sein dürfte.

 

Eure Meinung:


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Comic:

So nicht, Darling

Autorin & Künstlerin: Tomomi Nagae

Aus dem Japanischen von Costa Caspary

Soryanaize * Darling, Vol.1, Japan 2004

Manga-Taschenbuch, 192 Seiten

Egmont Manga & Anime, 10/2010

ISBN-10: 3770473531

ISBN-13: 978-3770473533

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 15.11.2010, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39