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Solar 8 – Selbstbaumodelle mit Solarantrieb

Rezension von Lars Perner

 

Rezension:

Zukunftstauglichkeit ist mehr denn je gefragt. Einen Einblick in die Zukunftstechnologie Solartechnik will der Kosmos Verlag bereits unseren Jüngsten mit diesem Experimentierkasten geben.

Zunächst ist man tatsächlich von der Fülle an Material beeindruckt, die man in dem großen Karton findet. Neben den Bauteilen aus Plastik für die einzelnen Modelle sind dies viele Kleinteile (insbesondere Schrauben) und natürlich ein Solarpaneel und ein kleiner Elektromotor. Sogar ein Kreuzschraubendreher und Bohrer sind enthalten. Man bekommt richtig Lust einfach drauf los zu basteln. Doch sollte man vorher das beiliegende Handbuch durchgelesen haben. Dieses enthält neben allgemeinen Erläuterungen zur Solartechnik die Bauanleitungen für die einzelnen Modelle.

Das Handbuch

Zunächst werden die Einzelteile beschrieben, wie sie im Karton zu finden sind. Danach erfolgt eine allgemeine und kurze Erläuterung zur Funktionsweise von Solarzellen. Den meisten Platz nehmen dann die jeweils zweiseitigen Montageanleitungen der Modelle ein. Das Handbuch ist verständlich geschrieben und vollfarbig. Die Bauanleitungen sind durch reichhaltige Bebilderung und die Schritt-für-Schritt-Anleitung problemlos auch für Jüngere leicht nachzuvollziehen. Allerdings darf auf keinen Fall in einem Buch für Kinder ein Foto der Sonne erscheinen mit dem Hinweis, dass sie so durch ein Fernrohr betrachtet aussieht. Nicht auszudenken, wenn dies bei den Kindern Nachahmer findet. Man bekommt im Handbuch einen guten Einblick in die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Solarenergie als Zukunftstechnik. Leider erfährt man weniger dazu, wie denn die Kraft der Sonne in Elektrizität umgewandelt wird.

Die Modelle

Auch wenn die Anleitung es wirklich leicht macht, die Modelle zusammen zu setzen, liegen die praktischen Tücken bei den Materialien. Die verwendeten Plastikbauteile sind sehr dünn und brechen leicht. Da nicht immer Schrauben und Muttern verwendet werden, bohrt sich manche Schraube direkt in das Material. Dies funktioniert bei einmaliger Anwendung meist ganz gut. Allerdings muss man die Modelle auseinander bauen, um ein anderes Modell mit dem Elektromotor auszustatten. Dies hält das Material nicht immer aus. Die Modelle werden so mit jedem Mal Zusammenbau etwas instabiler und brechen leichter. Auch der Bohrer hat leider nicht wie im Handbuch abgebildet einen Handgriff sondern es ist handelsübliches Modell, welches in jede normale Bohrmaschine eingespannt werden kann. Hier besteht unnötige Verletzungsgefahr. Neben drei fahrenden Modellen sind drei fliegende Modelle (die natürlich nicht fliegen sondern auch nur rollen) und zwei Boote, die leider auch nicht wirklich schwimmfähig sind, enthalten. Leider bewegen sich die Modelle nach dem Zusammenbau selten. Obwohl besonders leichtes Material verwendet wurde schafft es die zu schwache Solarzelle nicht ausreichend Strom zu produzieren, um den Motor anzutreiben. Normales Tageslicht genügt nicht. Selbst eine Lampe muss sehr dicht (ca. 10 bis 20 cm) an das Paneel herangeführt werden, damit genügend Strom erzeugt wird. Das ist sehr unpraktisch bei den fahrenden Modellen.

 

Fazit:

Wenn man zeigen möchte wie ineffizient und unausgereift die neue Solartechnologie ist, kann man dies mit diesem Kasten sehr deutlich machen. Auf Grund der baulichen Unzulänglichkeiten macht es noch nicht einmal Spaß, die Modelle zusammen zu basteln. Wenigstens finden Schraubendreher und Bohrer noch eine spätere Verwendung im Haushalt. Der Rest des Kastens liegt unbeachtet in irgendeiner Ecke. Trotz umfangreichen Materials kann man den Kasten nicht zum Kauf empfehlen.

 

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Experimentierkasten

Solar 8 – Selbstbaumodelle mit Solarantrieb

Kosmos Verlag, 2008

ASIN: B0013ULF00

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 04.05.2009, zuletzt aktualisiert: 15.01.2015 19:56