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Solothurn blickt in den Abgrund von Christof Gasser

 Reihe: Solothurn, Bd. 5

Rezension von Christel Scheja

Der 1960 geborene und heute in der Nähe von Solothurn lebende Christoph Gasser schreibt seit 2016 Kriminalromane und Stories, ist Gastkolumnist bei der ansässigen Zeitung. Viele seiner Geschichten spielen auch in seiner Heimatstadt und der direkten Umgebung, wie der neuste Roman „Solothurn blickt in den Abgrund“.

Das Büro einer Frauenrechtsorganisation im nahegelegenen Olten wird überfallen und angezündet. Angela Casagrande, Staatsanwältin in Solothurn, und Polizeihauptmann Dominik Dornach nehmen die Ermittlungen auf.
Zunächst verfolgen sie Spuren zu einer rechtsradikalen Gruppe, die schön öfters grüne und liberale Politikerinnen angegriffen hat, doch es zeigt sich, dass wohl noch viel mehr dahinter steckt, Sie stechen regelrecht in ein Wespennest aus Korruption und Betrug bis in die höchsten Kreise und geraten bald selbst in große Gefahr, weil sie zu viele unangenehme Wahrheiten ans Licht der Welt bringen könnten.

Schon der Prolog lässt es vermuten, dass die Geschichte mehr als nur ein einfacher Krimi werden wird. Und tatsächlich erweist sich der Angriff auf das Büro der Frauenrechtlerinnen bald als die Spitze eines Eisberges. Denn die Sache zieht immer größere Kreise, lässt sich nicht nur auf Hass gegen Frauen durch Ultrarechte reduzieren.
Je mehr die beiden Hauptfiguren, die sich auch persönlich näher kommen, mit der Sache beschäftigen, desto mehr müssen sie feststellen, dass sogar Leute aus ihrem engsten Bekanntenkreis in die Sache verwickelt sind.
Der Autor scheut sich nicht, in der fiktiven Handlung heiße Eisen anzupacken und damit dann  auch die Leser zum Nachdenken zu bringen. In erster Linie erzählt er aber auch einen spannenden Politthriller in dem es ordentlich zur Sache geht, die Hauptfiguren mehr als einmal gebeutelt werden und am Ende auch persönlich involviert werden.
Die Mischung aus Empfindlichkeiten und Beziehungskram der Helden und einer verzwickten Handlung gelingt. Die Figuren kommen einem nahe, auch wenn man sie erst jetzt kennenlernt, da sich ihre Geschichte nach und nach erschließt.
Da aber auch der Stil sehr gefällig ist. die Handlung nicht vernachlässigt wird und immer neue Hinweise für Spannung und Drama sorgen, bleibt man als Leser bis zur Auflösung gut unterhalten und auch die stellt ganz und gar zufrieden.

„Solothurn blickt in den Abgrund“ ist ein Politthriller reinster Güte, der zwar auf fiktiver Ebene arbeitet, aber dennoch brandaktuelle Themen anfasst, die von Anfang bis Ende unterhaltsam und spannend präsentiert werden.

Eure Meinung:

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Buch:

Solothurn blickt in den Abgrund 
Autor: Christof Gasser
Emons Verlag, erschienen 30. August 2022
Taschenbuch, 352 Seiten

ISBN-10: 3740813954
ISBN-13: 978-3740813956 

Erhältlich bei Amazon

Kindle-ASIN: B09N9HPX5C

Erhältlich bei Amazon Kindle Edition

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Erstellt: 22.09.2022, zuletzt aktualisiert: 22.09.2022 13:09