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Silke Brandt

Redakteurin: Christel Scheja

 

FantasyGuide: Seit wann bist du beim Team von Rettungskreuzer Ikarus dabei und welche Aufgaben übernimmst du hinter den Kulissen seither zusätzlich?

 

Silke Brandt: Ich bin seit der dritten Ausgabe mit als Autorin im Team. So ganz ist es beim Schreiben von Geschichten nicht geblieben. So habe ich auch ein paar Illustrationen angefertigt und zwei Cover. Nach Möglichkeit beschränke ich mich aber ganz auf das Schreiben und genieße es, wenn ich mich darauf konzentrieren kann und nicht zum Zeichenstift zu greifen brauche. Wie die meisten Autoren mache ich auch inhaltliches Lektorat der anderen Romane und ich habe die Ikarus-Homepage gebastelt. Die einzige andere Hinter-den-Kulissen-Arbeit für Ikarus ist zudem nicht von mir, bleibt aber in der Familie: mein Mann Chris ist gerade dabei, einen Satz der Ikarus-Figuren zu bemalen, damit sie Dirk auf Cons begleiten und den Ikarus-Stand verschönern können.

 

FantasyGuide: Wie hieß dein erster Roman? Mußtest du dich eng an die Vorgaben der anderen Autoren halten oder konntest du auch eigene Ideen mit einbringen?

 

Silke Brandt: Mein erster Roman war „Der Gott der Danari“ und scheint mir schon sehr lange her zu sein. Es war der erste Roman, den ich überhaupt nach einem Exposé „in Auftrag“ geschrieben habe. Die Exposés der Serie sind generell so angelegt, dass sie die Rahmenhandlung und wichtige Hintergrundinfos liefern, aber wie genau der Autor von Startpunkt A zum Endpunkt B kommt, ist ihm weitgehend selbst überlassen. Somit gibt es viele Freiheiten für eigene Ideen, Vorlieben und Schreibweisen, was ich als sehr angenehm empfinde. Natürlich müssen die Vorgaben der anderen Autoren mit berücksichtigt werden, damit die Kontinuität gewährleistet ist. Bei meinem ersten Roman war ich froh über jeden Orientierungspunkt und bin mit meinen Freiheiten sparsam umgegangen. Mittlerweile ist das ganze Ikarus-Universum größer, bunter und lebendiger geworden, die Charaktere haben an Farbe gewonnen, und somit kann ich kreativer mit ihnen umgehen.

 

 

FantasyGuide: Welche Figuren der Serie stammen von dir? Welche konntest oder durftest du weiter entwickeln?

 

Silke Brandt: Ich habe tatsächlich eine eigene Figur ins Spiel gebracht, die ein paar Mal aufgetaucht ist und auch in Zukunft möglicherweise eine Rolle spielen wird. Sie heißt Skyta und ist eine Söldnerin mit zahlreichen Geheimnissen: weder ihre Vergangenheit noch die Beziehung zu ihrem mittlerweile im Koma liegenden Kommandanten ist bislang näher beleuchtet worden. Da kunstvolles und effektives Töten die Hauptaufgaben dieser Figur sind, scheint sie auf den ersten Blick nicht besonders erfreulich, aber ich arbeite sehr gerne mit ihr und freue mich darauf, wie sie sich entwickeln wird.

Die Figur der Crew, auf die ich wohl mit am meisten Einfluss hatte, ist sicherlich Doktor Anande, der ja in dem Roman „Das Anande Komplott“ die wichtigste Rolle spielt. Er ist ein komplexer Charakter mit vielen Ecken und Kanten, was mir viel Freude macht.

Ansonsten sind die Schluttnicks, nachdem diese Händlerrasse in einem Roman von Dirk ihren ersten Auftritt hatte, zum größten Teil in meinen Bereich gefallen. Auch der Roman, an dem ich jetzt schreibe, spielt fast ausschließlich auf Schluttnick Prime.

 

 

FantasyGuide: Planst du in folgenden Romanen bereits in der Serie aufgetauchte Figuren, Hintergründe Artefakte etc. wieder mit einzubringen, wenn es die Handlung erlaubt?

 

Silke Brandt: Ganz sicher. Wie schon angedeutet, hoffe ich, dass Skyta und die Söldnerorganisation der Schwarzen Flamme auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden. Ansonsten warte ich, was mein nächstes Exposé mir so bringen wird. Manchmal entsteht die Idee, eine Figur oder einen Hintergrund wieder aufzugreifen, ohnehin erst beim Schreiben der Geschichte.

 

 

FantasyGuide: Was macht dir am meisten Spaß beim Verfassen der Romane, und womit hast du die größten Schwierigkeiten?

 

Silke Brandt: Den meisten Spaß macht es mir, wenn sich eine Geschichte anders entwickelt, als ich es selber gedacht hatte, wenn gewissermaßen die Figuren davonrennen und sich in Situationen bringen, die mir gar nicht vorher eingefallen wären. Die größten Schwierigkeiten habe ich damit, sie dann wieder dort heraus zu holen, ohne dass die Story unlogisch wird :) Das Einhalten der Abgabetermine ist zuweilen ebenso schwer wie das Einhalten der eigentlich angedachten Zeichenzahl pro Roman – Irene und ich sind da zuweilen etwas ausschweifend – und beides bedingt sich meistens :)

 

 

FantasyGuide: Was gefällt dir persönlich am besten bei "Rettungskreuzer Ikarus"?

 

Silke Brandt: Das ist gar nicht so einfach zu sagen, denn ich schaue auf das Projekt als Ganzes und bin froh, dabei zu sein, weil es mir so gut gefällt. Es sind viele überaus nette und kreative Leute daran beteiligt und alle schaffen es, professionell zu sein und arbeiten, ohne dass irgendwer sonderbare Allüren entwickelt. Das finde ich überaus angenehm. Die einzelnen Schritte greifen flüssig ineinander, zum Beispiel kann ich mich als Schreiber gut mit dem Exposéredakteur auf der einen und den Coverzeichnern auf der anderen Seite sowie mit den anderen Autoren gut abstimmen und austauschen.

 

 

FantasyGuide: Möchtest du dich dem Leser noch näher vorstellen, deine Person, deine Projekte oder andere Werke, die du bereits veröffentlicht hast oder gerne würdest?

 

Silke Brandt: Nein, danke :)

 

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Erstellt: 29.05.2006, zuletzt aktualisiert: 01.02.2015 06:51