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Spider-Man Bd.34

Rezension von Markus K. Korb

 

Er ist einer der angesagtesten Helden der Comic-Geschichte. Die Rede ist von Spider-Man alias Peter Parker. Bereits seit den seligen Tagen eines Stan Lee schwingt sich der Spinnenmann durch die Häuserschluchten von New York, getrieben von dem Wunsch, die Ganoven und Superschurken dieser Welt dem Arm des Gesetzes zu unterwerfen. Dabei ist sein Persönlichkeitsprofil wahrhaft wenig superheldenhaft: schüchterner Teenager, mit Schuldkomplexen ob des Todes seines Onkels behaftet.

Seit zehn Jahren wird in Deutschland der Superheld von Panini-Comics betreut. Als Jubiläumsausgabe erscheint nun mit „Spider-Man 34“ ein Heft, das es wahrlich in sich hat.

 

Inhalt:

Jeder Teenager-Superheld wird einmal erwachsen und somit zeigt die Titelstory in dem Band 34 den berühmten Netzschwinger gleich als einen jungen Mann, der tief in seinen persönlichen Schuldproblemen verwurzelt ist. Peter Parker unterhält sich mit seiner Tante May, welche ihm den Rat gibt, sich seinen Dämonen zu stellen und seine Geheimidentität preiszugeben. Auf diese Weise will sie ihm vermitteln, dass seine Familie hinter ihm steht und nicht den Angriff von Superschurken fürchtet.

Spiderman begibt sich zu seinem Erzfeind J. Jonah Jameson, dem Chef des „Daily Bugle“ und bietet ihm einen Handel an. Im Gegenzug für einen vierseitigen Artikel in der Zeitung, welcher Spiderman verfasst und in dem er seine Motivation zu helfen schildert, wird er sich vor den Toren des „Daily Bugle“ demaskieren.

Jameson geht darauf ein und der Artikel erscheint. Als Spiderman am nächsten Morgen vor den Redaktionsräumen des „Daily Bugle“ auftaucht, erwartet ihn eine Überraschung der anderen Art...

Eine hervorragend gezeichnete und inhaltlich stimmige Story, welche auf die Ereignisse vom 11. September anspielt und die Mentalität der New Yorker preist, die niemals aufgeben und den amerikanischen Traum zu leben wagen.

In der zweiten Geschichte dreht sich alles um einen Journalisten, der einen geheimen Traum hat, ihn aber nicht wagt auszuleben. Erst die Konfrontation mit Spiderman und dem Schurken Mysterio bringt ihn dazu, dass er instinktiv handelt und sein Leben einen Stoß in die richtige Richtung gibt.

Die Story ist recht nett, bietet aber wenig Innovation oder gar Inspiration. Eher ein kleines Schmankerl zwischendurch. Witzig ist die Tatsache, dass es gerade ein Büro-Tacker ist, der als Waffe gegen den Superschurken Mysterio eingesetzt wird.

Den Abschluss bietet ein Artikel mit dem Titel „Sun of Sam“, worin ein Bild des Spiderman-Filmregisseurs Sam Raimi gezeichnet wird. Die Hintergrundinformationen zum Lebenslauf und der Filmographie von Raimi sind hervorragend recherchiert, mit einem kleinen Hang zur Idolisierung, über den man allerdings bei diesem wirklich sehr guten Regisseur mit einem Augenzwinkern hinwegsehen kann.

Dazu gehört noch eine Doppelseite, auf welcher die Redaktion von Panini vorgestellt wird. Diese geben mit kurzen Interviewfragen Antworten, die zwar manchmal niemand wissen wollte, die aber herzlich erfrischend ausgefallen sind.

 

Fazit:

„Spiderman 34“ ist ein gelungenes Heft mit sehr guten Zeichnungen, einem gelungenen Lettering und Farbgebung, das von einem ordentlich recherchierten Artikel zu Sam Raimi und seinem Verhältnis zu Spiderman abgerundet wird.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Spider-Man Bd.34

SPIDER-MAN 34

0/2007 Abo-Heft

S. 52 3,95 €

Spider-Man: Black and Blue and Read All Over 1, Spider-Man Unlimited 7

J. Krueger, D. Johnson

[Keine Angabe der ISBN]

EVT: 08.02.2007

Erhältlich bei Panini


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Erstellt: 06.03.2007, zuletzt aktualisiert: 20.08.2019 17:15