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Spirit of the Dragon von Martin Knuth

Rezension von Carina Schöning

 

In dem Debüt-Roman des jungen Autors Knuth Martin macht sich eine kleine Gruppe von jungen Schülern einer namenlosen Kampfschule in Tokio auf nach China, um neue Kampftechniken kennen zu lernen. Die Mädchen und Jungen sind allesamt zwischen vierzehn und einundzwanzig Jahre alt und schon sehr gut ausgebildet in ihrem jeweiligen Lieblingsstil. Allen voran Shin, der zwar erst sechszehn Jahre alt ist aber schon die Techniken der Ninja, Samurai, Karate und Taek Won Do so gut beherrscht, dass er außerhalb jeder realen Gürtelkategorie steht. Er besitzt als einziger Schüler den „roten“ Gürtel, den nur besondere Krieger verliehen bekommen.

 

Mehr oder weniger zufällig gelangt die Gruppe nicht an ihren gewünschten Reiseort Hongkong sondern befindet sich plötzlich in einer Parallelwelt auf dem Planeten Nepton. Nachdem die Dämonenherrscher Black Jack und Takada vor Jahren von den Menschen eine herbe Niederlage einstecken mussten, planen sie nun erneut die endgültige Unterwerfung und Vernichtung aller Menschen.

 

Unter der Leitung des amerikanischen Präsidenten Clinton wird die Gruppe für ihren Einsatz vorbereitet und ausgestattet. Sie soll zur Stadt Dream City reisen und die dortige Forschungsstation Basis Delta Six räumen. Dämonen haben sie erst vor kurzem eingenommen und führen nun Versuche mit menschlichen und dämonischen DNS durch. Shin und seine Freunde müssen nun gegen Vampire, Mutanten, Orks, Gargauls, Werwölfe, Zombies und vieles mehr kämpfen. Dabei entdeckt Shin nicht nur das mysteriöse Geheimnis um seine Herkunft sondern auch noch die Liebe zu seiner Mitschülerin Akane.

 

Der Roman „Spirit of the Dragon“ besteht hauptsächlich aus Kämpfe und Schlachten. Die Handlung spielt sich dabei eher nebensächlich ab und wirkt auch viel zu konstruiert und aufgesetzt. Dass alle Jugendlichen Meister ihrer Kampfrichtung sind und die Gegner reihenweise abschlachten, wirkt auch arg konstruiert und unglaubwürdig. Mit Gewalt geht der Autor in seinem Roman generell nicht gerade zimperlich um. Da werden durch seine Figuren die Köpfe und Gliedmaßen der Feinde abgeschlagen und mit den eigenen Armen die Körper derer durchbohrt.

Die Sprache ist dabei im jugendlichen Stil gehalten und wirkt leicht monoton. Die Dialoge sind teilweise unfreiwillig komisch und einfach nur doof.

 

Da es wahrscheinlich Knuth Martins erster Roman ist, kann man über diese Kritikpunkte halbwegs milde hinweg sehen. Viel gravierender sind aber die vielen logischen Fehler im Laufe der Handlung. Plötzlich bekommt Shin aus unerfindlichen Gründen Locken? die eigentlich tote Nina ist plötzlich wieder bei der Gruppe dabei? Namen ändern sich: aus Joe wird Jones? und die Jugendlichen können plötzlich alle Handfeuerwaffen, Autos, Motorräder und Raketenwerfer handhaben?

Hinzu kommen noch jede Menge Rechtschreibfehler, vergessene oder vertauschte Buchstaben und Fehler bei der Groß- und Kleinschreibung. Solche Flüchtigkeitsfehler passieren allen Autoren und selbst in namhaften Büchern kommen einige vor. Hier treten sie jedoch massiv auf z.B. „mutiwirt [Joe] die anderen wenn sie fertig sind“. Solche Fehler sind leider unverzeihlich, da man immer sein Manuskript von einem Fremden z.B. Freunde oder Eltern überprüfen lassen sollte.

 

Das nur 89 Seiten starke DIN A5 Büchlein ist mit einigen selbst gezeichneten schwarz-weiß Bilder von Shin, seinen Freunden und den Gegner ausgestattet und enthält eine Übersicht mit Übersetzungen lateinischer und englischer Zitate ins Deutsche. Das Titelbild ist auch selbst gemalt und zeigt ein Augenpaar, das von Flammen umgeben wird und chinesische oder japanische Schriftzeichen.

 

Insgesamt ist „Spirit of the Dragon“ ein eher Comic-hafter Fantasyroman, der an japanische Anime-Filme oder Horrorfilme wie „Resident Evil“ erinnert und die Allmacht-Phantasien einiger junger Leser verarbeitet.

 

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Spirit of the Dragon

Autor: Martin Knuth

Taschenbuch: 96 Seiten

Verlag: AT Edition; Auflage: 1 (November 2006)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3897811057

ISBN-13: 978-3897811058

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 19.03.2007, zuletzt aktualisiert: 16.07.2019 19:30