Vom Zeitpunkt, zu dem ein Steinzeit-Erfinder das Feuer erfand, bis zu dem, an dem eine Dampfwalze zum Leben erwacht und vor ihrer drohenden Verschrottung flieht, ist viel Zeit vergangen. Nicht zu vergessen die Erlebnisse des Weihnachtsmanns, der sich vom Arbeitsamt einen neuen Job vermitteln lassen will. Details finden sich in dieser Kurzgeschichtensammlung.
Terry Pratchett ist natürlich kein unbekannter Name. Jeder Fantasy-Fan dürfte schon von diesem Autor und seiner Scheibenwelt gehört haben. Auch SciFi-Fans dürfte sein Name geläufig sein. Aber wer hat je von Patrick Kearns oder Uncle Jim gehört? Unter letzteren Namen erschienen in den 1970er und frühen 1980er Jahren Kurzgeschichten in britischen Tageszeitungen. Beides sind beziehungsweise waren Pseudonyme Terry Pratchetts. Der Herausgeber dieser Sammlung, Colin Smythe, berichtet im Vorwort darüber, dass es ziemlich aufwändig war, die enthaltenen Kurzgeschichten, die teilweise sogar als verschollen galten, zusammenzutragen. Helfer mussten ein nie digitalisiertes Zeitungsarchiv in Handarbeit durchsuchen.
Inhaltlich unterscheiden sich die enthaltenen Geschichten stark. Lediglich der Urban-Fantasy-Charakter und die Tatsache, dass die Beiträge überwiegend etwas schräg sind, kann man als durchgehendes Merkmal betrachten. Auch Science-Fiction-Anklänge sind zu finden. Einige der Stories vereint lose, dass sie in der fiktionalen Stadt Blackbury angesiedelt sind. Unterhaltsam sind alle, negative Ausrutscher sucht man vergeblich. Deshalb verzichte ich auch darauf, einzelne Geschichten hervorzuheben. Insgesamt sind es 22 Kurzgeschichten, die zum überwiegenden Teil zuvor noch nie auf Deutsch veröffentlicht wurden. Alleine deshalb kann man dieses Buch wohl als Pflichtlektüre für Terry-Pratchett-Fans betrachten.
Zu jeder Story gibt es eine Illustration von Andrew Davidson.