Mira versteht sich nicht gut mit ihrer Mutter, aber wieso schiebt die sie jetzt einfach in ein Internat ab? Das ist auch noch in einem alten Kloster untergebracht, und sie wird von der Direktorin und ihren neuen Mitschülern nicht gerade willkommen geheißen. Zudem handelt sich Mira gleich Ärger ein. Und dann sind da noch äußerst mysteriöse Beobachtungen, die sie verwirren …
Dass es sich bei Michael S. V. Preis Buchreihe um Urban-Fantasy handelt, wird schon im Prolog deutlich. Die darauf folgende Handlung beginnt zunächst in unserer Realität der Gegenwart. Der Leser lernt die 15-jährige Protagonistin kennen, die gerade auf dem Weg ins Internat ist, das sie künftig besuchen soll. Obwohl anscheinend alle Schüler – wie sie selbst – wohlhabende Eltern haben, findet sie zunächst keine Freunde. Diese persönliche Situation wird in der Handlung mit ausgeprägten Mystery- und Fantasy-Elementen verknüpft, Weltenreise inbegriffen. Die Ereignisse, die Mira erlebt, werden dabei zunehmend verwirrender, sowohl für die Protagonistin selbst wie auch für uns Leser. Antworten auf die vielen sich herausbildenden Fragen gibt es im aktuellen Band so gut wie keine. Alles bleibt für die kommenden Bände offen, wobei das Ende des vorliegenden Bandes sogar einen recht heftigen Cliffhanger darstellt. Das alles ergibt eine interessante und vor allem spannende Geschichte, bei der wohl kein Leser auf das Weiterlesen verzichten möchte.
Der Autor legt den erzählerischen Fokus durchgehend auf seine Protagonistin. Der Text wird durch Illustrationen von Anastassia Schitz ergänzt, die jedoch leider nicht immer exakt zum im Text Gesagten passen.