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S.P.Y., Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

Der Titel verheißt vieles, aber „S.P.Y.“ ist weder eine Agentengeschichte noch ein Actionmanga, sondern entpuppt sich sehr schnell als einfache Romanze, garniert mit einem Familiendrama.

 

Im Mittelpunkt steht die junge Nagi Tachibana. Sie verlässt ihre Inselheimat, um eine Highschool in Tokio zu besuchen, die besonders Schwimmtalente fördert. Dort hofft sie mehr über ihre Mutter Suzukawa zu erfahren, die die Familie vor langer Zeit einfach verlassen hat. Damals war sie noch ein Schwimm-As, das viele Preise gewonnen hat.

Nagi hofft nun in ihre Fußstapfen zu treten, doch der Weg dahin ist lang, weil das Mädchen eigentlich gar nicht schwimmen kann und der Pool der Schule meistens von den Jungs umlagert wird.

Doch Nagi gibt nicht auf und klammert sich fest an ihren Wunsch. Sie sucht nach Möglichkeiten, sich ihn doch noch irgendwie zu erfüllen. Und sie findet in dem attraktiven, aber auch recht frechen Aoi überraschend Hilfe.

 

Zunächst konzentriert sich die Geschichte ganz auf den Wunsch, der Mutter nachzueifern und sie so vielleicht wieder zu finden. Das bleibt die Triebfeder für die Handlung bis Aoi und später noch ein anderer Junge ins Spiel kommen, so dass schon bald ein Liebesdreieck entsteht, in dem Nagi allerdings weiterhin nichts versteht.

Viel Neues bietet die Künstlerin dabei allerdings nicht, da es ein klassisches Handlungselement ist, die Heldin erst einmal unwissend und naiv handeln zu lassen, um das entsprechende Chaos zu verursachen. Das sorgt in der ansonsten doch übersichtlichen und vorhersehbaren Geschichte zumindest etwas für Spannung.

Die Auftaktidee ist letztendlich ganz nett, gerät aber bereits in diesem Band in den Hintergrund, so dass man in dieser Richtung vermutlich auch nicht mehr so viel Entwicklung erwarten darf. Aber auch die Romanze wird bisher nur stiefmütterlich behandelt, so dass nicht klar ist, was der Manga eigentlich darstellen soll.

 

„S.P.Y.“ ist damit eine klassische Romanze, die keine besonderen Überraschungen bietet und sich zudem nicht entscheiden kann, welches Gewicht das zusätzliche Familiendrama haben soll.

 

Eure Meinung:


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Comic:

S.P.Y. (Bd. 1)

Autorin & Künstlerin: Ayane Ukyo

S.P.Y. – Swim Paradise e Yokoso, Vol. 1, 2007

Übersetzung aus dem Japanischen von Costa Caspary

Manga-Taschenbuch, 176 Seiten

Egmont Manga & Anime, 01/2011

ISBN-10: 3770473949

ISBN-13: 978-3770473946

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 16.04.2011, zuletzt aktualisiert: 30.10.2019 14:43