Drei Bände lang, durften die Leser Cor und Ro bei ihren Abenteuern begleiten, doch der vierte Band von Stadt der Magier wendet sich nun einem ganz anderen Charakter zu Die Geschichte beginnt wieder in Parnassus. Moss und sein Bruder David spielen eine wichtige Rolle in Stadt der Brüder und Entführer.
Moss ist zu oft erwischt worden und nun erwartet den ehemaligen Dieb ein Leben in Sklaverei. Er wird an einen brutalen Herrn verkauft. Doch als er eines Tages versucht, sich gegen dessen Grausamkeiten zu schützen, erwachen in ihm magische Kräfte, die nicht unbeobachtet bleiben.
Eine Magierin nimmt sich seiner an und macht ihn zu ihren Lehrling. Aber auch die Vergangenheit ruht nicht, denn einige Diebe erkennen seinen Nutzen und zwingen ihn dazu, seine Gaben für Verbrechen einzusetzen. Ihr bestes Druckmittel ist sein kleiner Bruder David. Wird es Moss gelingen sich aus dieser Lage zu befreien?
Vielleicht ähneln sich Vorgeschichten von Moss und Cor auf den ersten Blick – beides sind Diebe, die zu oft erwischt wurden, beide beherrschen Magie. Aber es gibt schon noch einige Unterschiede, stammen Moss und David doch aus besserem Hause und sind erst seit einigen Jahren Diebe.
Und der junge Magier hat es auch nicht so einfach wie Cor, denn er muss zunächst einiges durchstehen, biss er bei einer Magierin unterkommt und kann sich auch nicht lange darüber freuen – gerade weil es Verbrecher gibt, die auszunutzen wissen, dass sie ihn erpressen können. Und so gerät er in ziemliche Schwierigkeiten, die ordentlich Spannung bringen.
Nur gut, dass seine Lehrmeisterin aufpasst und sich schon bald Hilfe bei denen sucht, die sich besser mit der Diebesgilde und auch den Magiern auskennen. Und so nimmt die Geschichte dann auch richtig Fahrt auf. Das wird spannend und kurzweilig in Szene gesetzt, das Abenteuer macht einfach nur Spaß.
Gleichzeitig wird auch die Geschichte von Cor und seinen Freunden gelungen weiter geschrieben und um zwei nette neue Charaktere erweitert, die frischen Wind in die Handlung bringen. Die sympathisch und warmherzig erzählte Geschichte macht auch erfahrenen Lesern Spaß, da auch die Magie nicht vergessen wird.
Beim Worldbuilding macht es sich die Autorin etwas einfach, aber das stört auch nicht, denn die bekannten Elemente lassen einfach nur mehr Raum für die Figuren und ihre Entwicklung, die magischen Verstrickungen und nicht zuletzt auch das Abenteuer, das dennoch jugendgerecht präsentiert wird.