Star Wars - Clone Wars: Die Jedi-Allianz (Nintendo DS)
 
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Star Wars - Clone Wars: Die Jedi-Allianz (Nintendo DS)

Rezension von Cronn

 

Mit dem Laserschwert in den Händen betrete ich den Raum, der in ein flackerndes Zwielicht getaucht ist. Behutsam blicke ich mich um. Konsolen, so weit das Auge reicht. Sie türmen sich empor, bilden am Abschluss Kuppeln, aus denen blaue Blitze zucken.

Mein Partner Anakin ist ebenso vorsichtig wie ich. Seine Augen sind zusammengekniffen und er blickt sich ständig um, sich einer drohenden Gefahr durchaus bewusst. Irgendetwas ist hier grundsätzlich falsch gelaufen.

Dabei sollte der Frachter lediglich Kristalle befördern, die zum Bau von Laserschwertern verwendet werden. Dann wurde er überfallen. Aber von wem? Und zu welchem Zweck? Laserschwerter nutzen nur einem Jedi etwas, oder einem Sith…

Meine Gedanken schweifen für einen Moment ab, hin zu Count Dooku, dem ich vor wenigen Monden erst begegnet bin. Er ist ein furchtbarer Gegner und ich hoffe, dass wir hier nicht in eine Sache hineinschlittern, die mit ihm zu tun hat.

Plötzlich zerreißt ein metallisches Kreischen die Stille.

„Droiden“, ruft Anakin und stellt sich breitbeinig in Abwehrposition.

Schon sind die Wächter-Droiden herangerollt und in Stellung gegangen. Hinter ihrem Schutzschild hervor beschießen sie uns beide mit Laserstrahlen. Doch wir wehren die Lasersalven mit unseren Lichtschwertern ab, während wir auf die Droiden zurennen.

Dann sind wir heran und beharken sie mit einer Serie von Kombo-Schlägen, so dass sie bald nur noch Schrott auf dem Deckboden sind.

Geschafft!

Jetzt fehlt nur noch, dass wir es schaffen die nächsthöhere Kommandodeck-Ebene erreichen. Doch der Weg dorthin führt die Konsolen-Türme hinauf. Wie sollen wir das schaffen?

Da habe ich eine Idee. Ich renne zu einer kleinen Schalter-Konsole, betätige den Druckknopf und schon fährt eine Deckboden-Platte hinauf.

Ein Aufzug!

Anakin grinst und bewegt sich hinüber. Ich lasse den Aufzug zurückschweben, Anakin steigt hinauf, ich drücke den Schalter erneut und der Aufzug setzt sich wieder in Bewegung. Auf diese Weise kommt Anakin nach oben. Nun sehe ich, wie er wiederum nach einem Schalter sucht, findet und betätigt.

Mit einem Lächeln auf den Lippen gehe ich auf den Teil des Decks zu, der sich eben nach oben bewegt. Ich ahne, dass unser Weg noch viele Stolpersteine und Gefahren birgt. Aber mit meinem treuen Padawan an meiner Seite kann nicht viel schiefgehen.

Oder etwa doch?

 

Die beschriebene Szene spielt in „Star Wars - Clone Wars: Die Jedi-Allianz“. So heißt das neue Spiel von Lucas Arts, das von einem Team entwickelt wurde, das sich Lucas Arts Singapore nennt. Vertrieben wird das Spiel von Activision. Ob es sich auf dem kleinen Nintendo behaupten kann?

 

Hintergrund:

„Star Wars - Clone Wars: Die Jedi-Allianz“ spielt während der Klon-Kriege. Eine Ladung Lichtschwert-Kristalle wird aus einem Raumfrachter gestohlen. Der Jedi-Rat vermutet als Drahtzieher Count Dooku dahinter. Die Jedis Obi Wan Kenbobi, Anakin Skywalker, Mace Windu, Ahsoka, Plo Koon und Kit Fisto werden aufbrechen müssen, um der Verschwörung aufzudecken und der Bedrohung der Galaxis Einhalt gebieten zu können.

Damit folgt das Spiel nicht der Haupthandlung des Films „Star Wars – Clone Wars“, was gelungen ist, da hier der Schwerpunkt anders gelagert ist und Kenner des Films nicht unbedingt Vorwissen mit einbringen.

 

Spielprinzip:

„Star Wars - Clone Wars: Die Jedi-Allianz“ setzt auf dieselbe Art von Comic-Grafik wie der Kino-Film und die dazugehörige Serie. Alles wirkt nicht fotorealisitisch, sondern durchgestylt. Dieser Stil ist hochgradig wieder zu erkennen und ist sehr eigenständig.

Die Kämpfe mit dem Laserschwert stehen im Vordergrund. Man wählt zunächst seine beiden Recken aus der Jedi-Liste aus, die Zusammenarbeit zwischen ihnen wird im Spiel noch wichtig werden. Dann wirft das Spiel den Spieler in die Laserschwert-Schlacht.

Hierbei gilt es diverse Levels zu durchlaufen, wobei man den Recken mit dem Touch-Pen steuert. Das Steuerkreuz bleibt ganz außen vor, die Tasten werden selten benötigt.

Nahezu alle Aktionen führt man auf dem Touchpad aus.

So kann man nach oben, mittig und unten schlagen, auch Kombos sind möglich und gewünscht, da man manche Gegner nur so besiegen kann. Auch benutzt man Konsolen, hakt sich ein, indem man ein Minispiel schafft: unter Zeitdruck muss man herunterfallende Symbole zuordnen. Ein weiteres Minispiel ist das Aufschneiden von Türen mit dem Laserschwert. Hier gilt es die vorgegebene Kreisbewegung mit dem Pen nachzufahren.

Im Spiel selbst gibt es noch Action-Sequenzen, die man schafft, indem man die Bewegung nachvollzieht, die auf dem Bildschirm angegeben wird.

Das ist gar nicht so einfach und birgt einiges an Frustpotential in sich. Gerade auch, weil man die Filmsequenzen, mit denen die Actionteile eingeleitet werden, nicht abbrechen kann.

Gottlob sind diese Actionsequenzen nicht allzu oft in die Levels eingebettet und sind nach ca. 3 bis 4 Bewegungssequenzen vorbei. Nach einiger Zeit machen sie sogar Spaß, sofern man den Punkt überwunden hat, an dem sie für Frust sorgen. Denn dann hat man genügend Übung und Erfahrung mit dem Nachzeichnen der Bewegungsfelder und es funktioniert bestens.

Eine sehr gelungene Art des Gameplays ist das Zusammenarbeiten beim Einsatz der Macht. An manchen Stellen kommen die beiden Jedi-Ritter nur weiter, wenn sie gemeinsam ihre Machtkräfte einsetzen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn sie eine große Stahltür sprengen müssen. Auch kann man seinem Kollegen im Kampf jederzeit zu Hilfe eilen. Dies schafft ein Gefühl des Teamworks, auch im Soloplay. Daher kann man hier wirklich von einem gelungenen Teil des Gameplays sprechen.

Beim Kampf können sich übrigens die Lichtschwerter verhaken. Man kennt das aus den Filmen: die Lichtschwerter hängen aneinander fest und müssen erst mühsam wieder gelöst werden.

Dies wird im Spiel dadurch realisiert, dass man auf die betreffende Stelle des Touchpads klickt, wo die Schwerter aneinander kleben. Schafft man es oft genug, wird der Gegner zurückgeworfen.

 

Grafik und Sound:

Die Grafik ist als sehr gelungen zu werten. Die Figuren sind hochgradig detailliert für ein DS-Spiel und auch die Levelumgebung sehen hervorragend aus. Vieles ist in Bewegung, geschickt wurde mit Licht und Schatten gespielt.

Der Sound ist dank des genialen Star-Wars-Soundtracks hervorragend, das leicht verändert aus den kleinen Boxen schallt. Auch die übrigen Effekte klingen wie im Kino, ein in sich stimmiges Bild also.

 

Fazit:

Hat man erst mal die Steuerung in Fleisch und Blut, vermag das Spiel „Star Wars - Clone Wars: Die Jedi-Allianz“ durchaus zu fesseln. Die frustrierenden Momente der Actionsequenzen, deren einleitenden Filmszenen nicht abschaltbar sind, sollte man aber schon durchhalten können, sonst wird man das Spiel nicht völlig genießen können.

Ist aber das geschafft, erwartet den Spieler ein gelungenes Spiel mit durchdachter Storyline, exzellenter Grafik und Sound, und das alles in der Welt von „Star Wars“.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240713211206ab6bef49
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Star Wars - Clone Wars: Die Jedi-Allianz

von Lucas Arts

Plattform: Nintendo DS

USK-Einstufung: Freigegeben ab 6 Jahren gem. 14 JuSchG

Erscheinungsdatum: 13. November 2008

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 19.11.2008, zuletzt aktualisiert: 21.10.2022 08:12, 7770