Der Titel ist durchaus Programm, denn die Geschichten dieses Sonderbandes, der in einer edlen Ausstattung daher kommt, stehen alle unter einem Motto. Die Sammung „Star Wars: Galaktische Geschichten des Schreckens“ deckt auch alle drei Zeitebenen der Saga ab, baut sogar Verbindungen auf.
Es wird gruselig bei den Geschichten aus der Rancorgrube, aber einer ernsthaften, geisterhaften Gefahr müssen sich Obi-Wan Kenobi und Anakin stellen, als sie zur Hilfe gerufen werden. Ihr Gegner hat einen fiesen Plan.
Und genau diese Entität macht auch den kommenden Generationen zu schaffen, schlagen sowohl Leia als auch Luke in ihren Bann. Können diese dem schattenhaften Monster jemals Einhalt gebieten?
Neben einem Handlungsbogen, der sich durch alle drei großen Episoden – im Original vermutlich Hefte, zieht, gibt es auch noch jede Menge anderer Gruselgeschichten, die allerdings nicht unbedingt alle im Gedächtnis bleiben. Bemerkenswert ist vor allem der Moment, ind em Grand Moff Tarkin sich mit den Geistern seiner Vergangenheit – den unzählungen Opfern, die er zu verantworten hat, konfrontiert sieht. Und das kurz vor seinem eigenen Ende.
Man merkt, das Cavan Scott tief in der Materie steckt, die Figuren und Ereignisse sehr gut kennt und deshalb auch entsprechend auf diese anspielen kann. Nichtsdestoweniger kommt er aber auch den Fans entgegen, die sich Action und Drama wünschen. Denn das erhalten diese reichlich.
Da viele Künstler die einzelnen Geschichten umgesetzt haben, sind die Zeichnungen natürlich nicht aus einem Guss, zeigen aber auch die ganze Bandbreite, die man aus den Comics zu Star Wars kennt.
Die Erzählungen sind solide in Szene gesetzt, neben einigen längeren, vor allem denen, die die Episoden miteinander verbinden, gibt es auch recht kurze Stimmungsbilder. Zudem konzentriert man sich nicht alleine auf die Jedi und Rebellen, auch die Unterwelt, Droiden und Teile des Imperiums kommen zum Zuge.
Allerdings sollten man schon ein wenig Wissen mitbringen, um die Charaktere auch alle zu erkennen oder einordnen zu können.