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Star Wars: Kopfgeldjäger II – Im Fadenkreuz

Rezension von Christel Scheja

Kopfgeldjäger waren in der „Star Wars“-Saga spätestens seit „Das Imperium schlägt zurück“ eine feste Größe, allen voran Boba Fett, der zu einer wahren Ikone wurde. Aber auch andere Figuren errangen durch Comics und Bücher Ruhm. Einer von ihnen wurde allerdings erst im neuen Marvel-Universum erschaffen – Beilert Valance. Er steht diesmal „Im Fadenkreuz“ des Geschehens.

Nach seinem letzten Abenteuern wurde ein Kopfgeld auf den Cyborg und erfahrenen Jäger eingesetzt und er damit selbst zu einer Beute, die erlegt werden muss. Zwar bringt er seine Ware ans Ziel, zahlt dafür aber einen hohen Preis. Während er am Boden liegt, erinnert er sich deshalb an sein früheres Leben zurück, seine Zeit als aufstrebenden jungen Piloten an der imperialen Akademie, auf der er auch Han Solo begegnete und nicht zuletzt an seinen tiefen Fall. Nun aber zieht sich das Netz enger um ihn und er sieht nur noch einen Weg, um seinen Verfolgern zu entkommen – indem er seine ehemalige große Liebe um Hilfe bittet und all das verrät, was er zu seiner Maxime machte.

In diesem Band wird an die Ereignisse des letzten angeknüpft in dem Beilert seiner damaligen Mentorin half und auch seine Jugendliebe wiedersah. Aber damit man ihn auch ein wenig besser kennen lernt, erlauben die Zeiten, in denen er krank und halluzinierend darnieder liegt, einen Blick in seine Vergangenheit.
Es zeigt sich, dass sein Leben mit anderen Entscheidungen auch besser hätte verlaufen können und in der Brust des Cyborgs doch noch irgendwie ein Herz schlägt. Denn er arbeitet nicht nur für Geld, er hat durchaus auch noch einen Sinn für Ehre und Gerechtigkeit.
Das stellt wohl auch die Weichen für kommende Abenteuer, in denen er mit anderen wohl in einen richtigen Krieg verwickelt werden wird. Immerhin gehört er unter den Kopfgeldjägern so zu den sympathischeren Gestalten, auch wenn er weiterhin nicht ganz einzuschätzen ist, da er seine Meinung durchaus auch noch ändern kann und nicht nur die gute Seite unterstützen wird.
Die Künstler haben eine Geschichte wie aus einem Guss geschaffen, die zwar in der Gegenwart nicht viele Überraschungen bietet, dafür aber den Hintergrund um ein paar interessante Facetten erweitert, die die Figur im Mittelpunkt abrunden und ihr sogar etwas an Tiefe geben.

Es lohnt sich durchaus einen Blick in „Star Wars: Kopfgeldjäger II – Im Fadenkreuz“ zu werfen, da man hier einiges über den dunklen Helden erfährt, das ihn in einem interessanten neuen Licht erscheinen lässt und seine Figur viel facettenreicher macht. Zugleich darf man menr und mehr in die grausame Realität des Imperiums eintauchen, in der ein einzelnes Leben nichts zählt.

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Eure Meinung:

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Comic:

Star Wars: Kopfgeldjäger II – Im Fadenkreuz
Original: Star Wars: Bounty Hunters #6-11
Autor: Ethan Sacks
Zeichner: Paolo Villanelli
Farben: Arif Prianto
Übersetzung: Justin Aardvark
Panini Verlag, Stuttgart, 08/2021
Science Fiction, 140/1700
Vollfarbiges Softcover auf Kunstdruckpapier

ISBN-10: 374162523X
ISBN-13: 978-3741625237

Erhältlich bei: Amazon

Zur Serie:

Star Wars


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Erstellt: 14.10.2021, zuletzt aktualisiert: 14.10.2021 16:44