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Solo – A Star Wars-Story

Reihe: Star Wars Sonderband

 

Rezension von Christel Scheja

 

Es mag wohl so sein, dass die meisten Comic-Adaptionen in den USA immer noch begleitend zum Film erscheinen, hierzulande wartet man meistens bis die Sammelbände da sind und übersetzt sie dann, so dass diese Adaptionen, die sich an Erwachsene richten oft erst ein Jahr nach dem Film da sind, so etwa auch die zu Solo: A Star Wars Story.

 

Erzählt wird die Geschichte des jungen Han Solo, der sich zunächst mit seiner Freundin Qi’ra als eine der unzähligen Straßenratten auf Corellia durchschlägt, die von einem Verbrecherlord abhängig sind. Beide träumen von einem besseren Leben und wagen die Flucht. Allerdings gelingt es nur Han wirklich zu entkommen, auch wenn er erst einmal vom Regen in der Traufe landet – in den Streitkräften des Imperiums.

Die Karriere ein Pilot zu werden ist schnell ausgeträumt, stattdessen landet er an der Front und ist mehr oder weniger Kanonenfutter, bis er den zwielichtigen Thomas Beckett und seine Freunde trifft.

Durch ihn lernt er einen weiteren Weg kennen, den er fortan beschreiten wird – den, sich durchs Leben zu gauern und zu lügen. Auch wenn er eines niemals dabei verliert …

 

Schon den den Zeiten des »Expanded Universe« hat man sich immer wieder Gedanken darüber gemacht, was der Schmuggler vor der Begegnung mit Ben Kenobi und Luke Skywalker erlebt hat oder wie die Freundschaft mit Chewbacca ihren Anfang nahm. Der Anthologienfilm sucht nun modernere und zeitgemäßere Antworten, die zugleich auch versuchen, das Universum um ein paar weitere Aspekte zu erweitern.

Ein paar Jahre bevor die Rebellen-Allianz ans Licht der Öffentlichkeit tritt, zeigen sich die Widerständler nur selten – in kleinen voneinander abgeschotteten Gruppen. Das Imperium sitzt derweil fest im Sattel und zeigt sich in voller Macht.

Han gehört zu denen, die sich irgendwie durch wurschteln, aber auch nicht unbedingt gängeln lassen wollen, als Straßenratte hat er gelernt, sich zwar anzupassen, aber sein eigenwilliger Kopf sorgt dafür, dass er immer wieder ausbricht.

Der junge Held setzt noch mehr Vertrauen in andere Menschen, aber letztendlich lernt man auch zu verstehen, warum er am Ende nur noch Chewbacca wirklich traut – stellt der Film doch die Weichen dazu.

Die Adaption folgt ziemlich genau dem Verlauf des Films, es gibt nur einige wenige kurze Szenen, die etwas erweitert sind und damit auch besser erklären. Aber letztendlich wird man doch nicht sonderlich überrascht.

Der Zeichenstil ist angenehm und wird den Figuren gerecht, was das ganze doch noch recht lesenswert macht. Aber letztendlich muss jeder entscheiden, ob er das Interesse hat eine werkgetreue Nacherzählung zu lesen, oder sich das lieber zu schenken.

 

Fazit:

»Solo: A Star Wars Story« gehört zu den Film-Adaptionen innerhalb der »Star Wars Sonderbände«. Die Umsetzung ist solide und sauber gezeichnet, weicht aber letztendlich so gut wie gar nicht vom Film ab, so dass man sich schon entscheiden muss, ob einen das dann interessiert oder nicht.

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Eure Meinung:

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Comic:

Star Wars Sonderband: Solo – A Star Wars-Story

Original: Solo: A Star Wars Story # 1-7

Autor: Robbie Thompson

Zeichner: Will Sliney

Farbe: Federico Blee, Stefani Renee und Andres Mossa

Übersetzung: Justin Aardvark

Panini Verlag, 08/2019

Vollfarbiges Softcover auf Kunstdruckpapier, 192 Seiten

 

ISBN-10: 3741614122

ISBN-13: 978-3741614125

 

Erhältlich bei: Amazon

Zur Serie:

Star Wars


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Erstellt: 17.09.2019, zuletzt aktualisiert: 30.09.2019 08:23