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StarCraft - Ghost: Nova von Keith R.A. deCandido

Reihe: StarCraft

Rezension von Thomas Götz

 

Klappentext:

Vier Jahre nach dem so genannten Brood War-Konfl ikt hat Imperator Arcturus Mengsk das terranische Dominion wieder aufgebaut und verstärkt. Seine Eliteeinheit, die "Ghosts", bilden dabei die Stützpfeiler seiner Militärmaschinerie, und unter den Feinden des Imperiums sorgt die Spezialeinheit für Angst und Schrecken. Vor allem ein Name geistert immer wieder durch die Reihen der Gegner: "Nova". Dies ist ihre Geschichte.

 

Rezension:

Es gab dereinst ein angekündigtes Spiel, das, ebenso wie "WarCraft Adventures", nie erschien - StarCraft: Ghost. Und ebenso wie bei den "WarCraft Adventures" war die Story von "StarCraft: Ghost" zu schade, um sie einfach zu vergessen, so das sie nun in Buchform erscheint (das Buch zu den "WarCraft Adventures" ist übrigens "Der Lord der Clans", ebenfalls bereits auf deutsch erschienen).

Nunja, man sollte eher sagen, das der vorliegende Roman die Vorgeschichte der echten "StarCraft: Ghost" Story ist, denn wie bereits im Vorwort angekündigt, soll dieses Buch nicht das Einzige Ghost-Buch bleiben.

 

Und waren die StarCraft-Romane bis jetzt nur Nacherzählungen der einzelnen Kampagnen des Spiels (wenn auch aus unterschiedlicher Sichtweise, bzw. Sichtweise von Leuten am "Rande") und daher meist nicht wirklich innovativ und fesselnd so ist mit diesem Roman endlich ein guter Durchbruch gelungen. Zwar spielt auch er "neben" der Terraner-Kampagne des Spiels, diese ist jedoch nur Randwerk und die eigentliche Handlung spielt sich um die Charaktere selbst ab, bzw. in diesem Fall um die Hauptperson Nova.

Der Band erzählt dabei eine eigene, unabhängige Geschichte und alle dargestellten Charaktere funktionieren glaubwürdig, angefangen bei Novas Zerrissenheit selbst bis hin zu den Motiven der Verbrecher.

 

Dabei erinnert die Story eigentlich sehr stark an eine ganz normale Krimi-Story aus unserer Zeit: Es spielt sich viel in den Slums ab, in denen Verbrecher vorherrschen und in denen es kaum Technologie gibt. Tatsächlich gibt es nur wenige Sci-Fi-Elemente, die auftauchen (abgesehen von Novas Telepathie und einigen anderen notwendigen technischen Übeln), so das der Roman fast schon auch wirklich im 21.Jahrhundert spielen könnte. Dies ist aber nicht negativ sondern trägt nur dazu bei, das die Geschichte umso glaubwürdiger wirkt.

 

Aufpassen sollte man in künftigen Romanen lediglich, das Nova nicht zu mächtig wird und im Alleingang mal eben alle Feinde besiegt, die man ihr in den Weg stellt. Als tragische Romanfigur funktioniert Nova aber in jedem Fal, vor allem auch nach ihrer Gedächtnislöschung am Ende des Buches.

Die Rahmenhandlung des Bandes spielt übrigens knapp 4 Jahre nach "Brood War", wird aber nur auf ein paar Seiten abgehandelt und besteht im wesentlichen daraus, das Nova sich daran erinnert, wie sie wurde, was sie wurde. Dies wurde vermutlich so gewählt, um mit der Story etwaiger Nachfolger (siehe das kürzlich angekündigte StarCraft 2) nicht in Konflikt zu geraten.

Man darf gespannt sein, ob man einige der hier aufgetauchten Charaktere in künftigen Büchern (oder Spielen) zu sehen bekommen wird.

 

Fazit:

Empfehlenswert. Gut geschrieben und macht Lust auf mehr.

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Eure Meinung:


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StarCraft - Ghost: Novar

Reihe: StarCRaft

Autor: Keith R.A. DeCandido

Panini, Mai 2007

Taschenbuch, 313 Seiten

ISBN-13: 978-3-8332-1461-5

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 08.06.2007, zuletzt aktualisiert: 23.04.2019 14:56