Alvas Vater ist gestorben. Das ist fast 1000 Tage her, aber das mittlerweile 12-jährige Mädchen denkt noch jeden Tag an ihn. Als Alvas Mutter ein altes Bootshaus kauft, um darin ein Café zu eröffnen, häufen sich jedoch eigenartige Ereignisse. Zuerst taucht eine Katze auf, die sich eigenartig benimmt, dann ein kleines Mädchen, das ganz allein umherstreift. Unter dem Bootshaus findet Alva ein rätselhaftes Rohr, und in der Nacht hört sie vor ihrem Zimmer Schritte, die wie die ihres toten Vaters klingen.
In Band 1 (Flammenrad) ihrer Kinder/Jugend-Horror-Fantasy-Trilogie erzählte Kristina Ohlsson die beängstigenden Erlebnisse der 12-jährigen Heidi. Dort lernt der Leser auch Heidis beste Freunde Harry und Alva kennen. Letztere steht im vorliegenden 2. Band als Protagonistin im Fokus der Geschichte.
Ihre Erlebnisse erweisen sich als nicht weniger beängstigend als Heidis wenige Monate zuvor. Wie schon dort, erscheint der Horror-Level für Leser der angepeilten Zielgruppe auch hier wieder recht hoch. Abgesehen von den übernatürlichen Vorkommnissen auf dem Campingplatz, auf dem die junge Protagonistin mit ihrer Mutter und dem kleinen Bruder ganzjährig lebt, stellt allerdings auch der Wohnwagen für mich ein Rätsel dar. Ich habe jedenfalls noch nie einen Wohnwagen gesehen, in dem es mehrere abschließbare Zimmer gibt. Meint die Autorin eventuell einen Zirkuswagen? Wie dem auch sei, die Story ist wieder unterhaltsam und überraschend spannend. … und wirkt auf mich sogar ›runder‹ als die in Band 1. Es dürfte wohl sehr wahrscheinlich sein, dass in Band 3 Harry düsteren Erlebnissen ausgesetzt sein wird.