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Stunde Null von Michael Green

Rezension von Heike Rau

 

Auf dem Rückflug nach Neuseeland fühlt sich Helen gesundheitlich immer schlechter. Mark ist um seine Frau besorgt. Helen stirbt schließlich und auch unter der Besatzung gibt es Tote und weitere Krankheitsfälle. Passagiere und Besatzungsmitglieder werden unter Quarantäne gestellt. Man verwehrt ihnen den Kontakt nach draußen und bewacht alle streng.

Mark gelingt es schließlich doch an ein Telefon zu kommen und seinen Bruder Paul anzurufen. Er hört nichts Gutes. Wie sich herausstellt hat es viele Fälle von SARS gegeben. Aus der Epidemie ist eine Pandemie geworden. Auch in der Quarantäne sterben die Menschen. Bald gibt es nur noch wenige Bewacher, so dass Mark die Flucht gelingt. Er schlägt sich bis zum Haus seiner Tochter Jane durch. Ihr Mann ist gestorben, aber ihr Bruder Steven und die Kinder sind am Leben. Die kleine Familie kämpft ums Überleben und muss schließlich das Haus verlassen. Auf dem Weg zu Marks Segelboot haben sie noch einen Überfall zu verkraften. Die letzten verbliebenen Menschen versuchen mit allen Mitteln an Lebensmittel zu kommen. Auch das Boot wurde geplündert. Doch es ermöglicht der Familie vom Land wegzukommen. Damit sind die Überlebenschancen etwas höher.

 

Es ist eine schreckliche Vorstellung. Durch eine Infektionskrankheit wird fast gesamte Weltbevölkerung ausgelöscht. Nur eine Familie überlebt auf Grund einer genetischen Besonderheit. Lange hält sich der Autor an diesem Schreckensszenarium zum Glück nicht auf. Vielmehr konzentriert sich das Geschehen auf den Überlebenskampf der Familie, also Mark, seiner Tochter und seinem Sohn, sowie den beiden Enkelkindern. Sie schaffen es, ihr Leben wieder in halbwegs geordnete Bahnen zu lenken. Sie müssen sich damit auseinandersetzen, die letzen Überlebenden zu sein. Mark erkennt, dass es noch weitere Familienmitglieder geben muss, die das geschafft haben könnten. Mit ihnen in Kontakt zu treten, ist sein Ziel, denn auch langfristig soll das Fortbestehen der Familie gesichert werden. So verfolgt man mit Spannung, wie eine Überfahrt mit Marks Boot nach England geplant wird. Denn dort leben Familienangehörige.

 

Damit gliedert sich das Buch in zwei Teile, wobei der erstere realistisch und fesselnd ist. Der zweite Teil, der in England spielt, ist nicht so ganz leicht nachvollziehbar. Teilweise kann man das Handeln bzw. Nichthandeln einiger Personen nicht verstehen. Chaotische Zustände herrschen hier, weil die Überlebenden sich nicht einig werden können.

Der Überlebenskampf wird ausgesprochen spannend beschrieben. Mit psychologischem Tiefgang wird das menschliche Miteinander oder auch Gegeneinander dargestellt. Die Unterschiedlichkeit der Menschen kommt zum Tragen. Nicht jeder kann im gemeinschaftlichen Sinne denken, weil er zu sehr um sein eigenes Wohl besorgt ist und von Machtdenken geleitet wird. Andere wieder zeigen sich derart unterwürfig, dass man sich nur wundern kann.

Da nur Mark und Steven nach England gereist sind, fragt man sich natürlich, was mit den in Neuseeland Zurückgebliebenen geschehen ist. Man erfährt hier leider absolut nichts.

So bleibt das Ende ist offen. Zufriedenstellen ist das nicht. Dafür bleibt aber die Hoffnung auf eine Fortsetzung!

 

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Thriller:

Stunde Null

Autor: Michael Green

Aus dem Englischen von Axel Merz

448 Seiten, Klappenbroschur, 16,99 Euro

Verlagsgruppe Luebbe, September 2009

ISBN-10: 3785760159

ISBN-13: 978-3785760154

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.02.2010, zuletzt aktualisiert: 18.04.2019 12:18