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Sturgeon, Theodore

Theodore Sturgeon

Biographie

Geboren am 26. Februar 1918 in Staten Island, New York, als Edward Hamilton Waldo. 1929 vom aus Schottland stammenden Lehrer William D. Sturgeon adoptiert. Der Vorname wurde auf Wunsch der Mutter geändert, da der Name – »Edward« zu sehr an den gleichnamigen leiblichen Vater erinnert.

 

Von nun an lebt "Ted" unter der strengen Aufsicht eines zwar gebildeten, aber konservativen Intelektuellen, der mit Prügel und strengen Strafen Anstand und Sitte vermittelt.

Zwar werden die Kinder an Literatur herangeführt, selbst Verne und Wells standen auf dem abendlichen Leseprogramm, aber für anrüchige Pulps hatte der Vater keinerlei Verständnis, was er etwa dadurch bewies, dass er die heimlich angelegte Sammlung von SF-Magazinen des Jungen in mühsamer Arbeit zu kleinen Fetzen zerriss.

Ähnlich ergeht es einem selbstgebastelten Radio.

Überhaupt versucht der Vater mit aller Macht den Knaben in eine ihm genehme Form zu pressen.

Der will zu diesem Zeitpunkt auf Grundlage eines hohen athletischen Könnens Zirkusartist werden. Jedoch zerstört schwerer Gelenkrheumatismus den Traum des 15jährigen.

 

Nach der Schule geht er zur Marine, die ihm jedoch derartig abstößt, dass er desertiert. Zwar wird er wieder aufgegriffen, doch es gelingt Ted in die zivile Schifffahrt zu wechseln. Hier hat er Zeit zum Schreiben. Allerdings eher zum Broterwerb und ohne phantastische Bezüge.

 

Erst 1939 mit Ether Breather schwenkt er zu diesem Genre.

Damit debütiert Sturgeon im selben Jahr wie Isaac Asimov, A. E. van Vogt und Robert A. Heinlein.

Bei der Wahl zur besten Geschichte des SF-Magazins Astounding gewinnt Sturgeon vor den Storys der drei anderen.

 

Schnell etabliert sich Ted als begnadeter Erzähler in der Szene.

1940 heratet er seine Schulliebe Dorothe, im Dezember desselben Jahres wird die erste Tochter geboren.

Vom Schreiben kann die Famile nicht ernährt werden, daher übernimmt Ted in dieser Zeit diverse Arbeiten.

In Jamaica versucht sich Ted etwa als Hotelmanager, der Krieg beendet diese Karriere aber bald und er kommt zum Militär.

Das schickt ihn nach Puerto Rico als Bulldozer-Fahrer (Killdozer bezeugt dies eindrucksvoll).

 

Sein Leben allerdings wird in dieser Zeit, wie überhaupt immer mal wieder, geprägt von zerbrechender Ehe und Schreibblockaden.

 

In dieser Krise gewinnt Bianca’s Hands einen Kurzgeschichtenwettbewerb in Großbrittanien, nachdem die Geschichte in Amerika von allen Verlagen abgelehnt worden war.

Das baut den angeschlagenen Autor auf.

 

1948 erscheint seine erste Story-Sammlung Without Sorcery.

1950 folgt sein erster Roman The Dreaming Jewels

 

Eine zweite Ehe wurde inzwischen annuliert und eine dritte geschlossen: Marion. Durch den Verkauf der 52er Erzählung Baby Is Three kann er seine wachsende Famile zumindest in einfacher Weise ernähren.

 

Sein berühmtester Roman, More Than Human wird 1953 veröffentlicht und gewinnt 1954 den International Fantasy Award.

 

Sturgeon wird zum Lohnschreiber. Western, Vorlagen zu SF-Filmen, Aufträge als Ghostwriter bringen notwendige Einkünfte für die Famile, die mal auf Grenada, mal in Woodstock, mal in Los Angeles lebt.

Er schreibt auch Artikel und Buchrezensionen und für die Fernsehserie Star Trek.

 

Als seine Fans Geschichten von ihm zu vermissen beginnen, kommt Slow Sculpture, die 1970 den Nebula und im Jahr darauf den Hugo Award gewinnt.

 

Bis 1974 schreibt er Rezensionen für GALAXY, dann Kolumnen für die NEW YORK TIMES BOOK REVIEW.

 

Dann beginnt er fürs Threater zu schreiben.

1979 erscheint der Story-Band The Stars Are the Styx, seiner neuen und letzten Lebensgefährtin Jayne Tannehill gewidmet.

Insgesamt bringt es Sturgeon in seinem wechselhaften Familienleben auf sieben Kindern.

 

1985 stirbt der wohl bedeutendste Autor phantastischer Kurzgeschichten.

Bibliographie

ohne Anspruch auf Vollständigkeit

 

Die Ersten ihrer Art

(Hamburg: Argument, 2001)

ISBN: 3886199649

deutsch von Walter Brumm & Birgit Will, Titelbild von Martin Grundmann

255 Seiten (erste vollständige deutschsprachige Ausgabe)

erhältlich über: Amazon

 

 

Lichte Augenblicke. Die besten Erzählungen von Theodore Sturgeon 1

(Berlin: Shayol, 2004)

ISBN: 3926126299

Herausgegeben von Hannes Riffel, deutsch von Lisa Kuppler, Jakob Schmidt u.a., Titelbild von Rainer Schorm

240 Seiten, mit einer Einleitung von Samuel R. Delany

erhältlich über: Amazon

 

 

Die goldene Helix. Die besten Erzählungen von Theodore Sturgeon 2

(Berlin: Shayol, 2005)

ISBN: 3926126361

Herausgegeben von Hannes Riffel, deutsch von Andreas Steinhöfel, Karin Will u.a., Titelbild von Rainer Schorm

240 Seiten, mit einer Bibliographie von Hans-Peter Neumann

erhältlich über: Amazon

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Erstellt: 27.06.2005, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 16:17