Als sie im Schloss spioniert, hört Aiju zufällig den Befehl, die Ambusha komplett auszulöschen. Genau bei denen lebt sie jedoch seit Jahren. Auf ihre Warnung reagiert man allerdings relativ gelassen. Trotzdem macht sich Aiju zusammen mit dem Schmied Kenshin auf den Weg, Verbündete zu suchen. Fürst Tonaga lehnt jedoch ab, den Ambusha zu helfen. Lediglich sein von ihm selbst verstoßener Sohn Ito schließt sich Aiju und Kenstin an.
Harry N. Bockmans Fantasy-Welt fällt insgesamt gesehen wohl unter den Begriff »episch«. Neben dem 1. Band dieser Reihe gehört dazu auch die Vorgänger-Reihe Träger des Feuers. Von letzterer kenne ich allerdings nur Band 1 (an den ich mich auch nur noch schwach erinnere). Auch Band I der Streiter der Iluviâ ist mir unbekannt. Demzufolge kann ich nicht bestreiten, dass mir einiges an Vorwissen zu diesem Buch fehlt.
Auch ohne das findet man jedoch gut in die Handlung hinein. Und sie ist gut gelungen, nimmt den Leser sofort gefangen. Nur gelegentlich fällt auf, dass es um den einen oder anderen Charakter vielleicht etwas zu wissen gibt, das einem fehlt. Dass Aiju und Ito, die man wohl als die wichtigsten Charaktere bezeichnen kann, noch recht jung sind, wird relativ schnell klar. Die Information, dass beide (etwa) 15 sind, geht beim Lesen jedoch fast unter, obwohl es für die Einschätzung mancher Handlungen durchaus von Bedeutung ist. Trotz des epischen Gesamtzusammenhangs bleibt die Handlung dieses Bandes überschaubar, kann gerade damit aber überzeugen.
Der Autor erzählt abwechselnd aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Charaktere. Neben Aiju und Ito gehört dazu auch die zu den Gegnern gehörige Ihjumi.