Tentakelblut (Autor: Dirk van den Boom; Zweiter Tentakelkrieg 2)
 
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Tentakelblut von Dirk van den Boom

Reihe: Zweiter Tentakelkrieg Band 2

 

Rezension von Christel Scheja

 

Die Fortsetzung der „Tentakel“-Saga spielt gut hundert Jahre nach der ersten Invasion. Die kläglichen Reste der menschlichen Zivilisation konzentrieren sich nun auf das von einer Militärdiktatur beherrschte Sonnensystem. Die „Tentakelwacht“ stellt sicher, dass ein weiterer Angriff der Feinde nicht unbemerkt bleiben soll, aber ist sie wirklich so effektiv, wie man gehofft hatte.

 

„Tentakelblut“ setzt die Ereignisse aus dem ersten Band des zweiten Zyklus fort und schildert eine durch die Invasion ins Chaos gestürzte Erde, in der jeder zu retten versucht, was er retten kann. Die Regierung hat so gut wie jede Macht verloren, auch wenn sie noch darum kämpft, sie aufrecht zu erhalten, aber letztendlich zieht man doch mit den Freidenker Gruppen an einem Strang und arbeitet mit diesen zusammen an der Rettung der Menschen – und wenn es bedeutet, die Flucht ins All zu wagen.

Daran können auch die noch immer kämpfenden Soldaten wie Roby und die neuen Klone, die allein für diesen Zweck geschaffen wurden, nichts ändern. Die Tentakel haben die Erde fest im Griff.

Eine letzte Hoffnung gibt es aber noch. Durch den Controller Slap haben die Menschen in der Atmosphäre des Jupiter überraschend mit einer Allianz von Aliens Kontakt aufgenommen, die das Problem mit den Tentakeln sehr gut kennen. Vor allem Mirinda, sein erster Kontakt und Botschafterin der Fremden hat es ihm angetan, auch wenn er erst spät hinter ihr Geheimnis kommt und selbst mit einer unangenehmen Wahrheit zurecht kommen muss, die man ihm bisher vorenthielt.

Aber auch die Tentakel bleiben nicht untätig und nutzen jede Gelegenheit, um ihre neuen und alten Feinde besser kennenzulernen. Doch sie ahnen nicht, dass man in der Allianz inzwischen vielleicht eine Geheimwaffe gegen sie gefunden hat.

 

„Tentakelblut“ schließt direkt an die Ereignisse aus „Tentakelwacht“ an, so dass es notwendig ist, diesen Band auf jeden Fall zu kennen. Ruhte im vorhergehenden Band der Fokus noch mehr auf Roby, so steht Slap nun mehr im Mittelpunkt der Geschichte, da er sich nicht mehr im gewohnten Umfeld, sondern inmitten der Aliens befindet und erst später erfährt, wie und warum es eigentlich dazu kam.

Der Leser wird schon ein wenig früher klug und lernt nebenbei auch noch weitere Facetten der Tentakel kennen. Dabei knüpft Dirk van den Boom weitere kleine aber feine Verbindungen zur ersten Trilogie.

Die Ereignisse auf der Erde überschlagen sich derweil und erzählen, wie die öffentliche Ordnung immer weiter zusammenbricht und gerade Soldaten wie Roby immer mehr zwischen den Fronten stehen.

Die Geschichte wird spannend erzählt, immer wieder gibt es Actionmomente, die ruhigere Szenen auflockern und die Handlung zurecht rücken. Zwar werden viele Geheimnisse gelüftet, aber durch diese bewegt sich die Geschichte noch ein wenig mehr von der Atmosphäre der ersten drei Bände fort.

Tatsächlich decken die Ereignisse nun viel mehr Facetten der Science Fiction ab als früher, was einerseits für viel Abwechslung sorgt, andererseits vielleicht die Leser enttäuschen könnte, die anstatt stellenweise recht erotischen Beziehungsgeplänkels und dem Aufbau von Verteidigungsstrategien mehr kernige, handfeste Action und viel einfacher gestrickte, aber dennoch grausame Monsterfeinde erwartet haben. So jedoch wird der Hintergrund immer komplexer und man darf gespannt sein, wie der Autor die nach diesem Band offenen Fäden zusammenführen wird.

 

„Tentakelblut“ ist die konsequente Fortführung von „Tentakelwacht“ und erweitert das Tentakel-Universum um weitere interessante Facetten, die die Serie zwar immer mehr vom Anfang wegführen, aber dennoch für Spannung sorgen. Der Roman ist trotz allem kurzweilig zu lesen und macht neugierig, wie sich die Geschichte nun durch die veränderten Weichenstellungen weiterentwickeln wird.

 

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Buch:

Tentakelblut

Reihe: Zweiter Tentakelkrieg Band 2

Autor: Dirk van den Boom

Cover: Allan J. Stark

gebunden, 246 Seiten

Atlantis Verlag, 15. September 2013

 

ISBN-10: 3864021235

ISBN-13: 978-3864021237

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00EVX9MRE

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

 


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Erstellt: 22.06.2014, zuletzt aktualisiert: 13.08.2022 14:14