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Terra Formars (Band 1)

Rezension von Christel Scheja

 

Durch die Science Fiction zieht sich schon lange der Traum, andere Planeten für den Menschen bewohnbar zu machen – zu terraformen. Im Mittelpunkt dieser Geschichten steht oft der Mars, so auch in der Manga-Serie „Terra Formars“.

 

Im Jahr 2599 werden fünfzehn junge Menschen auf eine gefährliche Mission ins Ungewisse geschickt. Ihre Aufgabe ist es, zum Mars zu reisen, um diesen für die Besiedlung vorzubereiten, denn noch müssen die Wesen beseitigt werden, die man dort ausgesetzt hat, um für die richtige Atmosphäre zu sorgen – Kakerlaken.

Die Auserwählten sind nicht nur Personen ohne Verwandtschaft und enge Verbindungen, sondern auch die Überlebenden einer Operation, die ihnen dabei helfen wird, sich auf dem Mars als Kammerjäger zu betätigen hat.

Was man ihnen nämlich verschwiegen hat, ist, dass sich auch auf dem einstmals roten Planeten etwas getan hat. Die Kakerlaken sind mutiert – zu intelligenten Hünen, die ihre Welt bereits gegen die erste Expedition verteidigt haben. Und nun stolpern die Auserwählten von einer unangenehmen Überraschung in die andere und kämpfen schon bald nur noch um ihr Überleben. Und das ist nicht das einzige Problem, mit dem sie sich konfrontiert sehen.

 

Der erste Band der Serie wirft nicht nur die Helden, sondern auch den Leser mitten ins Geschehen und hält sich nicht mit einer ausführlichen Vorstellung der Figuren auf. Den Grund erkennt man leicht im Verlauf der Handlung.

Auch wenn immer wieder Informationen über das Terraforming des Mars eingeflochten werden und man als Leser auch erfährt, was es mit den Auserwählten auf sich hat, so liegt das Hauptaugenmerk doch auf der Action.

Nach dem ersten Schock werden sie von einem Kampf in den anderen geschickt und dürfen nun die Kräfte entfesseln, sie sie selbst durch die Operationen erhalten haben. Und so kommt es bald zu einem brutalen Kräftemessen.

Dadurch bleiben auch die mutierten und nun eher menschenähnlich wirkenden Kakerlaken Monster, entwickeln kein eigenes Profil. Die Ideen, die sich durch das Setting ergeben, werden daher nur halbherzig genutzt, was aber der Spannung keinen Abbruch tut, auch wenn sich die Geschichte selbst nicht aus der Masse anderer Action-Mangas heraus hebt. Wer dynamische Kämpfe schätzt, wird deshalb nicht enttäuscht werden, nur die, die mehr Hintergrund erwartet haben. Andererseits kann sich das auch noch ändern, da einige Fäden noch offen bleiben und Machenschaften im Hintergrund andeuten, die wahrscheinlich noch einmal aufgegriffen werden.

 

„Terra Formars“ ist der actionreiche Auftakt einer Science-Fiction-Saga, die zwar sehr dynamisch erzählt wird, jedoch auch viele Ideen verschenkt, da Hintergrund und Figuren nicht so ausgearbeitet werden, wie es das Szenario ermöglichen würde. Aber dennoch sollte man die Serie im Auge behalten, da sich das eventuell noch ändern kann.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Terra Formars (Band 1)

Autor: Yu Sasuga

Künstler: Ken-ichi Tachibana

Terra Formars Vol. 1, Japan, 2011

Aus dem Japanischen von Yuko Keller

Großtaschenbuch, 224 Seiten

Tokyopop, Hamburg, erschienen November 2014

ISBN-10: 3842011431

ISBN-13: 978-3842011434

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 23.11.2014, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39