Terra Formars (Band 7)

Rezension von Christel Scheja

 

Welchen Auftrag haben sie wirklich? Die Mitglieder der neuen Expedition, die in mehreren Gruppen ausgeschickt wurden, um mutierte Kakerlaken einzusammeln, damit man ihnen endlich den Garaus machen kann, ahnen, dass dies nicht der einzige Zweck ist, zu dem sie hier sind.

 

Doch noch können sie nicht mehr machen, als zu überleben und sich irgendwie zu ihrem Raumschiff zurückzuschlagen, das zwar nicht mehr flugtüchtig ist, aber dennoch die beste Zuflucht die sie haben. Zudem hoffen sie darauf, dass man ihnen das versprochene Rettungsschiff schickt, damit sie auf die Erde zurückkehren können.

Dort treffen sich mittlerweile die Vertreter der Länder, die das „Annex“-Projekt unterstützt haben zu einer geheimen Konferenz. Es zeichnet sich ab, das trotz der Zusammenarbeit längst jeder seine eigenen Interessen hat und Agenten, die auch daran arbeiten, diese umzusetzen.

Derweil wird auf dem Mars immer klarer, dass vor allem Michelle und Akari im Fokus der Ereignisse stehen, haben es doch offensichtlich irgendwelche Mitglieder einer Verrätergruppe auf sie abgesehen.

Deshalb muss Kapitän Komachi, der einer der erfahrensten Expeditionsteilnehmer etwas einfallen lassen, um die beiden jungen Leute und die mit ihnen verbundenen Forschungen zu retten. Doch ist das überhaupt möglich?

 

In „Terra Formars“ dreht sich glücklicherweise nicht alles nur um die Kämpfe zwischen den mutierten Kakerlaken und den genetisch veränderten Menschen, die sich ihnen entgegen stellen. In jeder Episode kommen immer wieder neue Geheimnisse ans Licht und das ist diesmal auch nicht anders.

Die Saga funktioniert gleich auf zwei Ebenen recht gut – auf der einen schlagen sich die Helden immer noch mit dem Überlebenskampf herum, stellen dabei aber auch fest, dass die Evolution auf dem Mars ebenfalls nicht aufgehört zu haben scheint, und sie eher durch Zufall als Berechnung einen neuen Status Quo geschaffen haben – der ihnen die Zeit gibt durchzuatmen und sich anderen Problemen zu widmen.

Auf der Erde selbst zeigt sich, wie wenig das gemeinsame Projekt die Geldgeber und Staaten doch zusammengeschweißt hat – tatsächlich ist sich jeder immer noch selbst der Nächste und so geht das Intrigenspiel schon bald in eine neue Runde.

Das sorgt dafür, dass die Geschichte immer wieder neue Facetten annimmt, auch wenn die Action natürlich weiterhin eine große Rolle spielt. Aber da der Hintergrund auch noch immer weiter ausgebaut wird, setzt die Handlung so auch noch auf ein weiteres Standbein, was die Spannung angeht und schafft so eine Saga, die in Erinnerung bleibt und Lust auf mehr macht – auch wenn die Geschehnisse schon sehr weit fortgeschritten sind. Atmosphäre entsteht auch weiterhin durch das dynamische und detailreiche Artwork, das diesmal vor allem in den ruhigeren Szenen punkten kann.

 

Der siebte Band von „Terra Formars“ sorgt für weitere Überraschungen und Enthüllungen bezüglich der Mission der „Annex 01“ und sorgt so dafür, dass auch der Hintergrund weiter fortgeschrieben ist, und die Serie neben Action noch eine ganze Menge mehr bietet, die sie aus der Masse ähnlicher Titel deutlich hervor hebt und beweist, dass man eine kampflastige Handlung auch vielschichtig gestalten kann, wenn man nur will.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Terra Formars (Band 7)

Autor: Yu Sasuga

Künstler: Ken-ichi Tachibana

Terra Formars Vol. 7, Japan, 2011

Aus dem Japanischen von Yuko Keller

Großtaschenbuch, 224 Seiten

Tokyopop, Hamburg, erschienen Juli 2015

ISBN-10: 3842011490

ISBN-13: 978-3842011496

 

Erhältlich bei: Amazon

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zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39 | Users Online
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