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The Art of Assassins Creed Unity

Rezension von Christel Scheja

 

Unter den Computer- und Konsolen-Spielen hat sich die „Assassins Creed“-Serie mittlerweile zu einem der modernen Klassiker entwickelt. Die Fans sind vor allem von der atemberaubenden Grafik begeistert und den vielen verschiedenen kleinen Missionen, die erst nach und nach ein Gesamtbild ergeben. Das sind auch die wichtigsten Zutaten für den neusten Teil der Reihe „Assassin's Creed Unity“.

 

Arno Dorian hat im Alter von acht Jahren seine Eltern auf tragische Art und Weise verloren. Geblieben ist ihm nur eine Taschenuhr und der Wunsch, die Eltern zu rächen. Zwar findet er liebevolle Pflegeeltern, die ihm eine gute Jugend ermöglichen, aber als er alt genug ist, sucht er nach einer Möglichkeit, Wissen und Fähigkeiten zu erlangen, die es ihm möglich machen, die Mörder seiner Eltern zu finden.

Die Bruderschaft der Assassinen scheint dafür geeignet zu sein und sein Mentor Pierre Bellec bringt ihn, als sie in der Bastille aufeinander treffen und gemeinsam fliehen können, schließlich auf den richtigen Weg.

Allerdings kündigen sich, nun da das Jahr 1789 heraufdämmert auch größere Veränderungen an. Im Volk gärt es und Männer schüren an allen Orten den Wunsch nach Revolution in der unterdrückten Masse.

Derweil taucht Arno immer tiefer in die Geheimnisse der Bruderschaft ein und muss erkennen, dass hinter den Kulissen auch noch andere Kräfte wirken. Die Revolution ist die Bühne, auf der Tempelritter und Assassinen eine weitere Schlacht in ihrem ewigen Konflikt führen.

Und sein Schicksal ist enger mit allem verbunden, als er dachte. Arno erfährt nämlich, welche Geheimnisse seinem Vater den Tod brachten. Und warum muss er ausgerechnet jetzt Gefühle zu Elise de la Serre entwickeln, die er eigentlich als Feind betrachten sollte?

 

Inhaltlich eher sicherlich konventionelle Kost, die das Erfolgsrezept der Reihe gründlich wiederholt, so weiß „Assassins Creed Unity“ jedoch graphisch wieder zu überzeugen. Schon im Artbook kann man sich einen guten Überblick verschaffen. Konzeptzeichnungen und Figurentwürfe zeigen, wie sehr sich die Entwickler Gedanken über Hintergründe und Kleidung gemacht haben.

So entspricht die Kleidung des Helden zwar den Gepflogenheiten der Zeit, integriert in bestimmten Kostümen aber auch die für die Assassinen typischen Gewandungsteile, die sie unverkennbar machen. Anders sieht es bei den Templern aus – haben diese sich doch mehr denn je in ihre entsprechende Gesellschaftsschicht integriert.

Das Artbook stellt die Figuren ausführlich jedenfalls vor und gibt auch einen Eindruck zu ihrer Rolle im Spiel, ohne jedoch zu viel verraten. Dabei gibt es auch ein Wiedersehen mit dem ein oder anderen Bekannten aus der Geschichte.

Die Konzeptzeichnungen stellen nicht nur Hintergründe sondern auch Szenen aus dem Spiel dar – opulent und detailreich entführen sie in das Szenario und stellen gerade auch die bekannten Orte so dar, wie sie Ende des 18. Jahrhunderts durchaus ausgesehen haben dürften. Man merkt, dass die Entwickler sehr gründlich recherchiert haben, denn alles passt sehr gut zusammen, nichts wirkt anachronistisch und fremd, selbst die actionreichen Momente nicht, in denen die Wirren der Revolution Teil des Spieles werden.

Auch die Szenarien der Nebenmissionen bekommen ihren Platz, denn eigene Kapitel stellen das Paris der Belle Époque, während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg und im Mittelalter vor.

Alle Bilder sind mit sehr viel Liebe gestaltet, in ansprechenden Farben gehalten und klar ausgearbeitet. Das hochwertige Kunstdruckpapier unterstützt die satten Farben und Details, so dass man die Werke durchweg genießen kann. Fans werden sicherlich ihre besondere Freunde an dem Buch haben, da sie dort die Stationen ihrer Abenteuer noch einmal Revue passieren lassen können, aber auch für Fantasy-Fans ist das Artbook interessant, bietet es doch sehr viele Schauwerte und genug Erklärungen, um zu verstehen, was auf den Bildern eigentlich vor sich geht.

 

Die Entwickler von Ubisoft haben ein gutes Händchen, was die grafische Gestaltung ihrer „Assassin's Creed“-Serie angeht. Das Artbook kann vielleicht nur einen kleinen Teil davon wiedergeben, ist aber durchaus ein Schmuckstück für jeden Sammler, das durch betörend detailreiche, farbenprächtige und vor allem atmosphärische Gemälde überzeugt, die auch Nichtkenner der Spiele ausgezeichnet in die Zeit der Französischen Revolution zu entführen vermag, dabei aber auch die phantastischen Elemente nicht vergisst.

 

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Eure Meinung:

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Comic:

The Art of Assassins Creed Unity (Artbook)

Autor: Paul Davies & Mohamed Gambouz

Künstler: Die Entwicklercrew von Assassins Creed Unity, Ubisoft

The Art of Assassins Creed Unity, USA, 2014

Aus dem Englischen von Gandalf Bartholomäus

gebunden, 192 Seiten

Tokyopop, Hamburg, erschienen Dezember 2014

ISBN-10: 3842012640

ISBN-13: 978-3842012646

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 23.01.2015, zuletzt aktualisiert: 10.12.2019 18:33