Ruby und Wren jobben am Imbissstand auf einem Volksfest, als eine ältere Frau sie anspricht. Für 2000 $ pro Person sollen sie sich bei einem Fest als ihre Enkelinnen ausgeben. Da fällt die Entscheidung nicht schwer, zumal das Treffen in Hegemony Manor stattfindet, einem Anwesen, das in der Gegend einen fast schon legendären Ruf genießt. An dem Abend wird jedoch die Gastgeberin ermordet und das Anwesen magisch abgeriegelt. Erst jetzt erfahren Ruby und Wren, dass alle Anwesenden außer ihnen selbst Hexen sind. Und ihre Auftraggeberin ist plötzlich spurlos verschwunden …
In Sarah Hennings Jugend-Urban-Fantasy-Roman ist es mal nicht so, dass normale Jugendliche plötzlich von einer besonderen Herkunft und einem verborgenen magischen Erbe erfahren. Die beiden Protagonistinnen, 16 und 17 Jahre alt, bleiben auch weiterhin ganz normale Menschen ohne irgendwelche besonderen Fähigkeiten. Sie landen nur mitten in einer Zusammenkunft mächtiger magischer Familien und werden zusammen mit denen magisch eingeschlossen. Wenn der Mörder der Gastgeberin nicht innerhalb von 72 Stunden überführt wird, wird die Abriegelung für immer bestehen bleiben. So kommen die Protagonistinnen Ruby und Wren nicht darum herum, zusammen mit den ganzen Hexen (beiderlei Geschlechts) den Mörder zu überführen, wobei sich ihre Auftraggeberin schnell als Hauptverdächtige herausstellt.
Diese Kombination aus Urban-Fantasy und Detektivgeschichte wirkt in dieser Konstellation komplett anders als man bei ähnlichen Genre-Kombinationen gewohnt ist. Mit Ruby und Auden, dem Enkel der Getöteten, bringt die Autorin auch Romantasy-Fibes ins Spiel, die allerdings erfreulich dezent bleiben.
Die Autorin wechselt kapitelweise zwischen den Ich-Perspektiven Rubys und Audens hin und her.