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The Coroner – Staffel 1

Rezension von Christel Scheja

 

Nachdem britische Serien früher als Hausbacken und alt galten, erfreuen sie sich in Deutschland mittlerweile großer Beliebtheit. Vor allem die Krimiserien haben es den Zuschauern angetan, fällt den Engländern doch immer wieder etwas Neues ein, um ihre Zuschauer bei der Stange zu halten und sie zu fesseln. Oder sie punkten mit starken Figuren wie in „The Coroner“, dessen erste Staffel nun bei Polyband erscheint.


Nach längerer Zeit kehrt Jane Kennedy zusammen mit ihrer gerade einmal fünfzehn Jahre alten Tochter in ihre Heimatstadt Lighthaven in Südwestengland zurück und nimmt dort die Stelle als Coroner an. Ihre Aufgabe ist es, herauszufinden, ob die Leichen, bei denen die Polizei nicht genau sagen kann, wie sie starben, genauer zu untersuchen und dabei festzustellen, ob die Menschen eines natürlichen Todes starben, durch Unglück, Selbstverschulden oder die Hand eines anderen umkamen.

Sie arbeitet mit Davey Higgins zusammen, dem Detective Inspektor der örtlichen Polizei, was immer wieder zu leichten Spannungen führt, denn die beiden hat einmal eine enge Liebesbeziehung verbunden. Und ganz offensichtlich sind die Gefühle füreinander immer noch nicht so ganz erloschen, auch wenn Jane sich eigentlich nur noch ihrem Kind und ihrer Arbeit widmen will.

Und so macht sie sich daran, heraus zu finden, wer die Bürgermeisterin, die sich viele Feinde geschaffen hat, umbrachte. Und das ist nur der erste Fall, den sie mit viel Verstand, Herz aber auch Mut löst, denn nicht immer wollen die Verantwortlichen, dass die Wahrheit ans Licht kommt.


Immerhin sorgt die Serie dafür, dass es letztendlich nicht nur um Mord geht, sondern die Ermittlungen tatsächlich in alle Richtungen gehen dürfen. In erster Linie geht es nicht darum, durch wen jemand starb, sondern wie und welche Gründe dahinter stecken, wenn ein Mord tatsächlich ausgeschlossen werden kann.

Die Heldin ist recht professionell und geht mit den ihr zu Verfügung stehenden Mitteln sorgfältig an die Fälle heran, handelt souverän und lässt sich nur schwer auf falsche Fährten führen. Damit aber auch ein wenig Zündstoff in ihre Beziehungen kommt, schaffen die Macher Spannung, indem sie die alten Gefühle zu Davey Higgins wieder aufflammen lassen und natürlich auch die Teenager-Tochter ihren Anteil an den privaten Problemen der Heldin haben.

Glücklicherweise erstickt dieser Teil der Handlung die kriminalistische Seite der Serie nicht – tatsächlich geht beides eine angenehme Mischung ein.

Die Fälle werden ruhig in Szene gesetzt, nur punktuell kommt es zu Actionmomenten und auch die Gewalt hält sich ziemlich in Grenzen. Damit versucht man vermutlich die Zuschauer zu erreichen, die in erster Linie auf gepflegte Krimis setzen, die visuell wenig spektakulär sind, aber durch ihre Figuren zu fesseln versuchen. Wie gut letzteres gelingt, muss jeder für sich selbst entscheiden, Jane ist eigentlich eine moderne, aber auch keine flippige Frau, die etwas wie eine „Agatha Raisin“ aus dem Rahmen fällt. Auch die kauzigen Typen halten sich letztendlich in Grenzen.

Bild und Ton der Serie sind übrigens auf der Höhe der Zeit auch der Lokalkolorit kommt schön zum tragen, obwohl der Ort vermutlich wieder einmal fiktiv ist. Extra gibt es allerdings keine.


The Coroner“ bietet in der ersten Staffel abwechslungsreiche Krimi-Unterhaltung, die zwar nicht herausragend aber doch solide zum Zuge kommt und vermutlich die Zuschauer zu fesseln weiß, die Serien wie „Father Brown“ und „Inspector Barnaby“ zu schätzen wissen.

 

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Eure Meinung:

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DVD:

The Coroner – Staffel 1

UK, 2015

Schöpferin: Sally Abbott

Format: Dolby, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Region: Region 2

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Umfsang: 3 DVDs

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Polyband / WVG, 24. April 2017

Spieldauer: 450 Minuten

 

ASIN: B06VSJ7RKG

 

Erhältlich bei: Amazon

DarstellerInnen:

  • Claire Goose
  • Matt Bardock
  • Beatie Edney
  • Oliver Gomm
  • Grace Hogg-Robinson

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Erstellt: 13.05.2017, zuletzt aktualisiert: 22.11.2019 07:56