Deutsche Leser kennen die britische Autorin Connie Glynn bereits durch ihre Prinzessin Undercover-Reihe. Nun startet sie mit The Cursed Melodies eine neue Young-Adult-Reihe, die beliebte Dark-Academia-Tropes mit düster angehauchter Fantasy zu verbinden weiß.
Astrid und Jonas haben die Nase davon voll, von den Menschen um sich herum für seltsame Freaks gehalten zu werden, die nicht ganz richtig im Kopf sind. Deshalb lassen die Zwillinge auch das Waisenhaus hinter sich und wollen selbst heraus finden, was es mit der Fähigkeit auf sich hat, die Melodien von Blumen und Bäumen, verstehen zu können.
Dabei treffen sie auf Gwen, die in eine Gemeinschaft hineingeboren wurde, in der diese Gaben nichts ungewöhnliches sind. Sie kann diese allerdings nicht kontrollieren und so landen die drei schon bald auf einer besondern Schule inmitten der geheimen magischen Welt, die neben der irdischen existiert.
Wie man sich denken kann, erwartet sie dort aber auch eine dunkle Bedrohung, die ihnen zu schaffen machen wird und gegen sie sie letztendlich zusammenarbeiten müssen, weil sie sich besser ergänzen als gedacht.
Bis es so weit ist, darf man aber erst einmal miterleben, wie die Zwillinge aus der Welt ausbrechen, die ihnen schon immer ein wenig fremd war und eine neue stolpern, die vielleicht besser zu ihnen passt, aber auch nicht gerade vertrauenerweckend, so dass sie doch erst einmal keinen an sich heran lassen.
Zu ihnen gesellt sich Gwen, die eher am verzweifeln ist, weil sie ihre Kräfte nicht beherrschen kann und vielleicht auch schon Schaden damit angerichtet hat. Und so ist auch sie misstrauisch gegenüber allen und jedem.
In der Schule aber zeigt sich recht schnell, dass sie alle drei natürlich der Schlüssel zu den Geheimnissen sind und so nimmt eine Handlung ihren Lauf, die sehr typisch für diese Art von Jugendromanen ist.
Verbunden mit vielen Abenteuern lernen die drei nach und nach sich einander zu öffnen, Vertrauen und Freundschaft entstehen zu lassen, die sie am Ende zu einem unschlagbaren Team werden lassen. Und damit auch noch Platz für weitere spannende Romane bleibt, die diese Bedrohung nicht die einzige, sondern nur der Anfang und Auftakt.
Die Figuren sind nett ausgearbeitet, gehen aber auch nicht sonderlich in die Tiefe. Sie erfüllen ihre Rollen in der Geschichte, vor allem die Erwachsenen und anderen Schüler. Das Magiesystem kann sich sehen lassen, variiert es doch bekannte Elemente und fügt diese zu einem erfrischenden Mix zusammen.