The Ever Queen setzt die Geschichte um The Ever Seas fort, die mit The Ever King ihren Anfang nahm und lose mit der The Broken Kingdoms-Reihe verbunden ist Wieder einmal geht es um die unterschiedlichen Häuser und Völker der Fae. Und die Konflikte, die schon lange zwischen diesen bestehen.
Die Befreiung des schon lange im Reich ihres Vaters gefangenen Ever-Königs hat Livia eine Entführung eingebracht, aber auch die Liebe des jungen Mannes, der zwar zunächst auf Rache sinnt, dann aber erkannt hat, dass sie beide zueinander gehören. Er macht sie sogar zu seiner Königin. Doch das gemeinsame Glück währt nicht lange.
Denn Verrat aus den eigenen Reihen trennt die beiden. Während Erik Blutsänger erneut in Gefangenschaft gerät, wird Livia vom ehemaligen engen Vertrauten ihres Gefährten entführt, der sie zu der seinen machen will. An ganz unterschiedlichen Fronten müssen die beiden Liebenden nun kämpfen, um sich und ihre Völker zu retten.
Denn natürlich steckt noch mehr dahinter als Rachegelüste und dunkle Leidenschaft, scheint doch jemand hinter den Kulissen die Fäden zu ziehen. Das sorgt für natürlich für die die entsprechende Spannung, denn vor allem Erik hat es nicht leicht. Gerade weil Livias Vater ihm nicht wirklich traut und schon gar nicht an ein Bündnis denkt.
Livia muss sich unterdessen ihres Entführers erwehren und sucht selbst nach einem Weg, um ihrem Gefängnis zu entkommen, damit sie nicht nur die Dame in Not bleibt, die gerettet werden muss. Dabei enthüllt sie natürlich auch noch einige wichtige Geheimnisse, die die Handlung weiter spinnen.
So dreht sich nicht alles nur um das übliche Beziehungsgeplänkel, das in der Romantasy vorherrscht, sondern auch richtige dramatische Abenteuersequenzen, die leichte Piraten-Vibes aufweisen. Aber natürlich kommt auch die Leidenschaft nicht zu kurz, ufert aber nicht in dem Maße aus, da die Helden lange voneinander getrennt sind.
Die Autorin weiß durchaus unterhaltsam und flott zu schreiben, dabei aber auch die Erwartungen ihrer Zielleserschaft zu erfüllen. Angenehm fällt dabei auch die Zusammenfassung zu Beginn auf, die es leicht macht, wieder in das Geschehen einzutauchen.
Der Hintergrund, das Worldbuilding und die Nebenfiguren bleiben zwar ein wenig schwammig und blass, sind aber ausgereift genug, um die Handlung zu tragen. Zudem findet die Geschichte einen sauberen Abschluss, obwohl ein paar Andeutungen darauf hinweisen, dass es durchaus irgendwie weiter gehen kann.