The Games Gods Play (Autorin: Abigail Owen; Schattenverführt 1)
 
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The Games Gods Play von Abigail Owen

Reihe: Schattenverführt Band 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Abigail Owen gehört zu den Autorinnen, die in den letzten Jahren viel Erfolg mit paranormalen Fantasy- und Liebesromanen hatte. In ihrer neusten Serie Schattenverführt vermischt sie griechische Mythologie mit einem modernen Hintergrund und will damit für allem junge Leserinnen ab vierzehn ansprechen. Der erste Band The Games Gods Play ist nun auch in Deutschland erschienen.

 

In Lyras Welt sind die griechischen Götter nie in der Versenkung verschwunden, sondern mehr als präsent, ebenso wie ihre Tempel und ihre magische Macht. In den Crucible-Spielen entscheiden sie alle paar Jahre, wer sie als König der Götter anführen will.

Die junge Diebin rechnet nicht damit, dass sie jemals zu einem Champion auserkoren würde, doch aus irgend einem Grund hat Hades sie für sich ausgesucht. Der Herr der Unterwelt ist nicht nur ausgesprochen sexy, sondern bricht immer wieder die Regeln des Wettbewerbs für sie, so dass sich die junge Frau und der Gott mit der Zeit näher kommen.

 

Was braucht eine Geschichte heute, um junge Leser anzusprechen? Scheinbar die Dinge, die auch Abigail Owen in ihre Geschichte packt: Eine Heldin, die ein dunkles Geheimnis oder Schicksal mit sich herumträgt, dieses aber aktiv und verbissen schultert, gleich noch ein paar wichtige Fähigkeiten mitbringt. Dann natürlich auch als Gegenpart einen verflucht gut aussehenden, aber gefährlichen Mann, der mit der Hauptfigur zu spielen scheint, aber nicht von der Bettkante geschubst wird. Nicht zuletzt natürlich auch eine ganze Gruppe von Feinden die zu Freunden werden und genug Gegenspieler, die der Heldin das Leben schwer machen.

 

Die Handlung folgt einem derzeit sehr beliebten Muster, denn in einem Wettbewerb muss man sich erst einmal keine Gedanken über das Ziel machen und kann sich mehr um die Beziehungen aller Art kümmern. Die Action kommt durch die Bewältigung der gefährlichen Situationen ganz von allein, gepaart mit ein wenig Drama. Und auch der Twist am Ende kommt nicht unerwartet.

 

Der Hintergrund wird nur so weit ausgebaut, wie es nötig ist, man bekommt zwar eine moderne Welt mit Handys und Fernsehern präsentiert, aber ob und wie die Welt politisch und gesellschaftlich aufgebaut ist, scheint unwichtig, da der Fokus alleine auf den Göttern und ihren Spielfiguren liegt. Daher erfüllen auch alle mehr oder weniger nur ihre archetypischen Rollen, haben keine Ecken und Kanten.

 

Die Geschichte liest sich flüssig und Spannung kommt auch immer wieder auf, da die Autorin auch einige rote Fäden spinnt und am Ende mit einem kleinen Twist aufwartet, der vielleicht Lust auf den zweiten Teil der Saga macht. Dennoch merkt man schon, dass gerade die Fantasyelemente und die Charaktere selbst sehr oberflächlich bleiben.

Fazit

»The Games Gods Play« ist mit Farbschnitt und edel gestaltetem Schutzumschlag natürlich ein Hingucker, aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass Leser, die mehr Abenteuer und Magie erwarten, dann doch nur glatt polierte Hochglanzfantasy erhalten, der bewusst den Massengeschmack bedient und dabei auf einen Anteil setzt, der vor allem romantisch veranlagte Leserinnen erreichen will.

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Buch:

The Games Gods Play

Reihe: Schattenverführt Band 1

Originaltitel: The Games Gods Play (The Crucible Vol. 1), 2024

Autorin: Abigail Owen

Übersetzung: Julia Schwenk

gebundene Ausgabe, 704 Seiten

dtv, 17. Oktober 2024

Cover: Bree Archer und LJ Anderson

 

ISBN-10: 3423284471

ISBN-13: 978-3423284479

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0CYCXKBRD

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition


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Erstellt: 20.01.2025, zuletzt aktualisiert: 02.02.2025 13:54, 24153