Genau ein Jahr nach The Jasad Heir erscheint tatsächlich der abschließende Band der Dilogie. In The Jasad Crown findet die Geschichte von Sara Hashem eine gelungene Weiterführung und einen angemessenen Abschluss.
Sylvia hat lange Jahre im verborgenen überlebt, bis ihre Magie und wahre Abstammung ans durch Arin, den Sohn ihres größten Feindes ans Licht kamen. Beide haben sich eine Weile verbündet, aber die Urabi Rebellen hatten andere Pläne mit ihr
Nun sitzt sie in einer einsamen Berghütte fest und ringt damit, ihre außer Kontrolle geratene Magie zu zügeln und das Vertrauen der Rebellen zu gewinnen, während Arin immer mehr unter Druck gerät und sich aber auch die Taten seiner Vorfahren in Frage stellen muss.
So wenig sie es beide wollen, die alte Fehde erwacht wieder und stellt sie vor harte Herausforderungen. Zudem scheint ein blutiger Vernichtungskrieg unvermeidlich.
Zwar wird den Lesern die Dilogie als Romantasy verkauft, die Geschichte ist aber alles andere als das. Denn auch wenn viele Elemente zunächst vertraut erscheinen, so rückte die übliche Liebesgeschichte doch sehr schnell in den Hintergrund und konzentrierte sich mehr auf die Figuren und ihre Umgebung, die Intrigen und Geheimnisse, die beider Leben überschatten.
Das Worldbuilding mit all der Magie und den damit verbundenen Mythen, wie auch die Politik und kulturellen Eigenheiten bekommen ordentlich Raum. Genau so wie die Charakterentwicklung der Figuren rund um die beiden Helden herum. Es gibt auch keine einfachen Antworten, sondern nur immer wieder neue komplexe Fragen, die die Figuren vor ziemliche Herausforderungen stellen.
Die Geschichte entwickelt sich deshalb auf allen Handlungsebenen interessant und spannend weiter, das Abenteuer steht im Vordergrund, ohne dabei die Gefühle und Gedanken von Arin und Sylvia zu vernachlässigen.
Die Spannung wird konsequent gehalten, das Ende bietet eine gut durchdachte und zur Geschichte passende Auflösung, die aber auch nicht ganz ohne Hoffnung bleibt. Das ganze ist ansprechen geschrieben, verlangt durch seine komplexe Erzählweise und die vielen Details auch einiges an Aufmerksamkeit.