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The Kingdom of Dreams and Madness

Filmkritik von Cronn

 

Es gibt nur wenige Zeichentrick-Studios auf der Welt, welche über einen längeren Zeitraum hinweg ihre hohe künstlerische Qualität halten können. Eines davon ist ganz sicher Walt Disney mit seinem Imperium, das inzwischen die Zeichentrick-Abteilung nahezu gänzlich auf computeranimierte Trickfilme umgestellt hat.

Doch im Fall von Anime-Zeichentrick sind die Verhältnisse ganz klar: Kein Weg führt am Ghibli-Studio vorbei. Dieses in Japan beheimatete Studio zeichnet verantwortlich für Anime-Spielfilmerfolge wie Das wandelnde Schloss, Kikis kleiner Lieferservice, Mein Nachbar Totoro und jüngst Wie der Wind sich hebt.

Kaum ein anderes Anime-Studio kann auf eine ähnliche Erfolgsgeschichte zurückschauen – und das nun schon seit Jahrzehnten.

Die Regisseurin Mami Sunada lässt einen Traum für jeden Anime-Fan wahr werden: Sie gibt Einblicke in das legendäre Ghibli-Studio mit ihrer Dokumentation The Kingdom of Dreams and Madness, im Original Yume to kyôki no ôkoku.

Doch wie gelungen ist diese Dokumentation, die nun bei Universum Film erschienen ist? Das soll die nachfolgende Rezension klären.

 

Verlagsinfo:

Der Film »The Kingdom of Dreams and Madness« von Regisseurin Mami Sunada gewährt einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des preisgekrönten japanischen Animationsstudio Ghibli. Wir begleiten Oscar-Preisträger Hayao Miyazaki, Produzent Toshio Suzuki und den Filmemacher Isao Takahata bei der Arbeit und erhalten Einblicke in die aufwändige Produktion der Filme »Wie der Wind sich hebt« und Die Legende der Prinzessin Kaguya. Ein fein nuanciertes Porträt über die kreativen Köpfe hinter dem Studio Ghibli.

 

Kritik:

Eine Dokumentation kann sachlich informierend, objektiv oder unterhaltend und subjektiv sein. »The Kingdom of Dreams and Madness« setzt sich vor allem eine Fan-Brille auf und zeigt die Macher des Studios als Helden der Kreativität.

Das ist vollkommen legitim und macht aus der Dokumentation ein gelungenes Stück Unterhaltung, auch weil die Regisseurin Mami Sunada auch die dunkleren Seiten der Helden nicht außer Acht lässt. So wird Hayao Miyazaki durchaus auch als eigenbrötlerischer Kreativmeister gezeigt, der seine Mitarbeiter hart herausfordert, was diese auch zur Sprache bringen dürfen.

Einem Fan des Ghibli-Studios wird es gefallen, dass man vor allem den Alltag erkennen kann, die Abläufe dahinter, die Produktionssitzungen, die langwierigen Planungsphasen. Man lernt die Studiokatze ebenso kennen wie die Brotzeitholerin, geht mit dem Produzenten auf Promotion-Reise und erhält Einblicke in die Auswahl der Synchronsprecher.

Dabei werden Rückblicke in die Anfänge des Studios gezeigt, zudem der Werdegang der Studiogründer in Fotos dokumentiert und somit ein Stück japanischer Anime-Tradition.

 

Fazit:

Der Regisseurin Mami Sunada gelingt das Kunststück eine Liebeserklärung an das Ghibli-Studio zu drehen, die dennoch nicht die dunklen Ecken ausspart. Mit vielen Backgroundinformationen ausgestattet lässt sie dennoch zumeist die Akteure sprechen und hält sich im Hintergrund bedeckt.

Somit entsteht eine Dokumentation, die ein Stück Anime-Geschichte in Japan einrahmt und auf gelungene Weise greifbar macht.

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Blu Ray:

The Kingdom of Dreams and Madness

Original: Yume to kyôki no ôkoku

Japan, 2013

Regisseurin: Mami Sunada

Sprache: Japanisch (DTS-HD 5.1)

Untertitel: Deutsch

Region: Region B/2

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Umfang: 1 DVD

Universum Film, 27. Mai 2016

Spieldauer: 118 Minuten

 

ASIN: B01CAYHX30

 

Erhältlich bei: Amazon

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20230205175622acb20d76
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Erstellt: 16.06.2016, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01