3 Handlungsorte in 3 Welten, 3 Mal ist Vis in Schwierigkeiten, 3 Mal liegt sein Leben am Boden. In 2 dieser Fälle weiß er nicht mal, wie die jeweilige Welt tickt. Trotzdem muss er sich in allen 3 Welten durchboxen, um zu überleben. In keiner ist es einfach für ihn. Seine Vergangenheit steht immer im Hintergrund.
James Islingtons Fantasy-Story orientiert sich lose am alten Römischen Reich. Das zeigen schon viele Namen und Begriffe. Allerdings war mir zunächst nicht bewusst, dass es sich um einen 2. Band handelt – und ich den Vorgänger (The will of the many) nicht kenne. Leider handelt es sich bei dieser Dilogie um einen der Mehrteiler, bei denen man ohne Kenntnis vorhergehender Bände nur schwer in die Handlung hineinfindet.
So habe ich auch lange gerätselt, in welcher Reihenfolge die (vermeintlichen) Zeitebenen, zwischen denen ständig gewechselt wird, ablaufen. Kenner des 1. Bandes wissen wahrscheinlich schon, dass der Protagonist dort unbeabsichtigt in 3 Inkarnationen gespalten wurde. Alle 3 Teilhandlungen bilden also keine Zeitebenen, sondern laufen parallel in unterschiedlichen Welten ab. Dafür kann man dem Buch natürlich kaum eine Schuld geben, auch wenn ein kurzes »Was bisher geschah« mit Sicherheit sehr hilfreich gewesen wäre.
Alle 3 Parallelhandlungen entwickeln jedoch ihren eigenen Reiz und erzählen jeweils gelungene und interessante Handlungen um die jeweiligen Vis-Inkarnationen. Manche Hintergründe bleiben ohne Kenntnis des 1. Bandes aber bis zum Ende unverständlich.
Der Autor lässt alle Inkarnationen seines Protagonisten jeweils als Ich-Erzähler auftreten.