Leidenschaftlich und romantisch, eine Geschichte um wilde und überaus männliche Wolfswandler und eine Prinzessin, die aus der ihr zugedachten Rolle ausbrechen will – das sind die Zutaten des Auftakts der Reihe, die wieder alle Erwartungen ihrer Zielleserschaft erfüllen will.
Prinzessin Aurora ist von ihrem Vater mehr oder weniger an einen verbündeten Fürsten verschachert worden. Sie bekommt schon eine Vorgeschmack dessen, was sie erwartet, als sie bei einem brutalen Wolfskampf einem Jungen das Leben rettet und so einem Wolfswandler-Alpha besonders auffällt.
Deshalb geschieht am Vorabend ihrer Hochzeit auch das Unerwartete, denn ausgerechnet dieser Mann, Callum mit Namen entführt sie und nimmt sie mit zu seinem Clan. Aurora ist in und hergerissen, weil sie nicht weiß, ob sie jetzt freier als früher sein kann. Denn auch jetzt bleibt sie ein Spielball zwischen den verschiedenen Machtgruppen.
Die Geschichte bietet all das, was die jungen Leserinnen sich heute wünschen. Eine selbstbewusste Heldin bekommt es schon bald mit faszinierenden und körperlich anziehenden Männern zu tun, müssen beide Seiten müssen aber aufpassen, dass sie inmitten der höfischen Intrigen nicht zerrieben werden.
Die Autorin versammelt hier alle Klischees der letzten zwanzig Jahre. Natürlich sind die Werwölfe wieder einmal richtige Naturburschen, die eine sehr männliche und bodenständige Aura ausstrahlen und körperlich attraktiv sind. Aber auch die Heldin ist kein Mauerblümchen, sonder natürlich ebenso anziehend.
Die Handlung konzentriert sich dabei wieder einmal auf die sich entwickelnde Beziehung der beiden Figuren, die am Ende natürlich da landet, wo man sie erwarten. Die entsprechenden leidenschaftlichen Szenen werden auch geboten. Dazu kommen natürlich die obligatorischen höfischen Intrigen.
Alles andere bleibt dagegen eher auf der Strecke. Fantasy-Elemente werden hier nur als exotische Würze benutzt, die Welt und die Kulturen werde nicht einmal im Ansatz angerissen und das Abenteuer bleibt auch recht schnell auf der Strecke. Selbst die Intrigen werden nach dem üblichen Muster abgespult. Was bleibt ist eine solide, aber auch vorhersehbare Romanze.