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The Wonder of Animals – Tierische Überlebenskünstler

Filmkritik von Christel Scheja

 

Es gibt nicht nur Dokumentationen über einzelne Tierarten oder die Fauna einer bestimmten Region, sondern auch solche, die sich generell mit allen Spezies beschäftigen, dabei aber auch Besonderheiten und Superlativen herausarbeiten. „The Wonder of Animals – Tierische Überlebenskünstler“ gehören zu dieser Kategorie.

 

Sechs Folgen beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten Aspekten, und dabei dreht es sich nicht nur im die Frage: Welche Tiere schaffen es zum Beispiel, auch in den unwirtlichsten Regionen zu überleben, und wie machen sie das, sondern auch über ganz andere Dinge.

„Raubtiere“ sind nicht gleich, jedes Art hat ihre ganz besondere Methode, um die Beute aufzuspüren und zu jagen – egal ob sie sich spezialisiert haben oder nicht.

„Superhirne“ sind die intelligenten Spezies , die weniger mit Gewalt als mit Köpfchen ihr und das Überleben ihrer Art sichern. Dabei wird nicht nur auf die Gattungen aufmerksam gemacht, die man eh schon seit Jahren kennt. Und nicht zuletzt wird seit einigen Jahren auch die emotionale Intelligenz beobachtet.

„Opportunisten“ behaupten sich in extremen Klimazonen, in denen man normalerweise kein Leben vermutet – wie etwa Wüsten und Polarregionen. Aber sie haben genau dort ihre Nische gefunden, die den Fortbestand ihrer Art sichert.

„Die Macht der Vielen“ beruht auf der Zusammenarbeit, wie man ihn von Insektenvölkern kennt. Aber auch dort gibt es massive Unterschiede, wie man durch die Beispiele erkennen kann.

„Überlebenskünstler“ mögen zwar auch in extremen Regionen ihren Weg gefunden haben, zurecht zu kommen, finden sich aber auch im Überfluss, der ihnen ermöglicht ihr Sozialverhalten zu kultivieren und sich selbst zu domestizieren, wie man es bei den engen Verwandten der Schimpansen, den Bonobos miterleben kann.

 

„The Wonder of Animals – Tierische Überlebenkünstler scheint schon eine etwas ältere Dokumentation der BBC zu sein, denn ihr fehlt noch ein wenig die Bildgewalt der modernen Serien. Dennoch muss sie sich nicht hinter den neueren verstecken, da auch ihr Informationsgehalt recht hoch ist und nicht nur altes Wissen verarbeitet wird, sondern auch die damals aktuellen Erkenntnisse aus Wissenschaft und Verhaltensforschung.

Gerade für Laien, die bisher nicht ganz so tief in die Materie eingetaucht sind, erweisen sich die Folgen als gute Übersicht über die verschiedenen Themen, bieten neben den bereits seit vielen Jahren bekannten Fakten aber auch jede Menge Überraschungen und widmen sich dabei auch den Spezies, die man bisher weniger beachtet hat.

Noch einmal wird vor Augen geführt, das richtige Schimpansen, gar nicht so liebenswert und freundlich sind, wie man immer denkt, sondern gerne mit den Bonobos verwechselt werden, deren Entwicklung sich durch besonders günstige Umstände in eine Richtung bewegte, die auch uns Menschen zu denken geben könnte.

Es gibt Momente zum Staunen, aber auch schmunzeln. Gelegentlich scheut man sich durchaus auch nicht, Raubtiere beim Erlegen ihrer Beute zu zeigen, was heute auch schon nicht mehr so üblich ist. Das geschieht aber auf eine angenehme Art und Weise, die Kinder nicht erschrecken dürfte.

Auf jeden Fall ist die Dokumentation so gehalten, dass auch junge Zuschauer sich problemlos auf sie einlassen können, wenngleich auch die Kleineren zusammen mit ihren Eltern schauen sollten. Aber die Verteilung der Informationen ist übersichtlich, die Bilder vertiefen den Eindruck noch und wissen letztendlich genug zu fesseln, dass es der Worte manchmal nicht bedarf.

 

 

Fazit:

 

Damit lohnt auch „The Wonder of Animals – Tierische Überlebenskünmstler“, erweisen sich die Episoden der sechteiligen Serie doch als sehr informativ und unterhaltsam, ohne dabei Spannung vermissen zu lassen.

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DVD:

The Wonder of Animals – Tierische Überlebenskünstler

Regisseure: Clare Kingston, Francis Welch, Lara Bickerton

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Formal: Region 2, Pal

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Umang: 2 DVDs

Polyband, 24. Juni 2016

Spieldauer: 300 Minuten

 

ASIN: B01DB1E104

 

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 30.06.2016, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01