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Thunder Year 2002 von Uwe Post (Herausgeber)

Thunder Year 2002

Rezension von Michael Schmidt

 

 

ThunderYear 2002 ist die jährlich erscheinende Phantastik – Anthologie des thunderbolt.

Diese Ausgabe beinhaltet vier Geschichten. Der Gesamtumfang beträgt 46 Seiten

 

Inhalt:

1. Thorsten Küpper : Hayun

Der Protagonist, ein Journalist, wird auf eine Bohrinsel gebracht, um Hayun, das Oberhaupt einer Sekte zu interviewen. Die Bohrinsel ist auf neutralem Gebiet und damit der internationalen Gerichtsbarkeit entzogen. Hayun und seine Sekte forschen an der Verbesserung der menschlichen Gene. Außerdem propagieren sie freie Liebe, da ihrer Meinung nach sexuelle Betätigung das Aufkommen von Aggressionen verhindert. Unser Journalist ist ein Meister seines Faches, in einer Zeit, in dem Reality-TV ( Live-Katastrophen ) und die Zukunft von „Big Brother“-Konzepten real ist.

Doch auf der Bohrinsel eskalieren die Ereignisse und unser Journalist befindet sich mitten in einer Reportage, die sein Leben verändern soll....

 

Eine spannende Geschichte über die Entartung der Medien. Thematisch nicht unbedingt neu, dafür mit viel Endzeitatmosphäre geschrieben. Sehr empfehlenswert

 

2. Angelika Öhrlein : Traumpfade

Mara wandelt auf Traumpfade, setzt sich mit Jägern und Opfern auseinander, während Traum, Realität und Zeitebenen sich auf surreale Weise miteinander vermischen.

 

Stimmungsvoll geschrieben, fällt es inhaltlich ein wenig ab. Für Freunde mystischer Geschichte aber unbedingt empfehlenswert

 

3. Burkhard Schroeder : Salvaje

Dies ist ein Bericht über Jordan Fleck, der 1535 in Brasilien das Zeugnis einer außerirdischen oder sonst wie gearteten Hochkultur fand. Doch wurden seine Berichte versteckt und zensiert. In der Gegenwart versucht der Protagonist Flecks Fußstapfen zu folgen, wird jedoch von den Behörden wieder aus dem Lande gebracht.

 

Eine in der Tradition des 18. oder 19. Jahrhunderst geschriebenen Geschichte. Wer es mag. Für mich war die Geschichte mit ihrem geschraubten, komplizierten Sätzen und ihren altmodischen Wörtern mehr oder weniger unlesbar, doch urteilt selbst.

 

4. Nina Horvath : Der Wert des Augenblicks

Alissa befindet sich auf einem zweitägigen Raumflug, als ein Unglück sie in einer Rettungskapsel in die Ewigkeit des Alls entlässt. Einsamkeit und Unendlichkeit nagen an ihr. Wird sie gerettet?

 

Eine sehr eindrucksvoll geschriebene Geschichte über die Isolation in den Weiten des Universums. Geschickt wird die Hoffnungslosigkeit Alissas und ihre psychische Veränderung dargestellt.

 

Zur Form:

Das Titelbild wird von dem Gewinner des Internet Raytracing Wettbewerbes, Txemi Jendrix, Spanien, geschmückt. Gefällt mir gerade wegen einer gelungenen Mischung aus Sachlichkeit und Verspieltheit.

Leider ist die Schrift des thunderYear2002 alles andere, als gut lesbar. Da gibt es noch Steigerungspotential.

 

Fazit :

Nett gemachte Anthologie, einzig die altertümliche Geschichte ist meiner Meinung nach Fehl am Platze.

 

 

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ThunderYear2002

Titel: ThunderYear2002

Hrsg.: Uwe Post

Phantastik-Anthologie des thunderbolt funtasy club 1979 n.e.V. ( www.thunderbolt.de)

Erhältlich bei Thunderbolt

 

Weitere Infos:


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Erstellt: 23.08.2005, zuletzt aktualisiert: 27.03.2020 13:51