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Tierisch Abgehoben – Wie Tiere die Schwerkraft besiegen

Filmkritik von Christel Scheja

 

Die Schwerkraft zu überwinden, sei es nun mit den Flügeln eines Vogels oder zumindest für wenige Sekunden durch einen Sprung – das hat die Träume und Ideen der Menschheit lange Zeit beflügelt, bis sie das, was sie von den Tieren lernen konnten, in die Tat umsetzten. Die Dokumentation „Tierisch abgehoben – Wie Tiere die Schwerkraft überwinden“ beschäftigt sich in drei Episoden nun mit den nichtmenschlichen Vorbildern und verrät, wie Vögel und Säugetiere es eigentlich schaffen, abzuheben und sich dann auch noch in der Luft zu halten.

 

Bei Vögeln machen sich vermutlich viele Zuschauer keine Gedanken mehr, warum die sich überhaupt in den Lüften halten können – das ist einfach so, und die meisten der kleineren Tiere sind ohnehin sehr leicht, haben die perfekte Anatomie.

Dass es aber auch wahre Brecher unter ihnen gibt, wie bestimmte Arten von Schwänen, übersehen die meisten. Und genau diese arbeiten dann mit ausgefeilten Tricks, um nicht nur in die Luft zu kommen, sondern auch dort zu bleiben.

Sie nutzen Wind und Thermik aus, besitzen spezielle Federn. Andere wieder sind in der Lage tief ins Wasser einzutauchen und dort nach dem Fisch zu jagen, der ihre wichtigste Nahrungsquelle ausmacht. Sie beweisen, das aus Flügeln Flossen werden können, so wie das auch die ein oder anderen Wasserbewohner machen.

Flugkünstler wissen auch noch mehr aus ihrer Fähigkeit zu machen. Ob nun Raubvögel, die pfeilschnell auf ihre Beute herabschießen oder Kolibris, die bestimmte Techniken entwickelt zu haben, um an Nektar zu kommen, oder Geier, die oft stundenlang in der Luft kreisen … sie alle haben spezielle Fähigkeiten ausgebildet.

Und selbst Küken, die in Baumnestern geschlüpft sind und nun den ersten Schritt ins Leben wagen, lernen schon in ihren ersten Lebensstunden, mit der Schwerkraft zurecht zu kommen. Aber auch unter den Säugetieren gibt es Fluggkünstler – die Fledermäuse. Und das sind noch lange nicht alle Tiere, die zumindest kurzfristig in den Lüften unterwegs sind.

 

Die Macher von „Great Barrier Reef“ und „Wilder Atlantik“ präsentieren eine sehr eigenwillige Dokumentation mit einem Thema, das zwar immer mal wieder im Zusammenhang mit den entsprechenden Spezies angesprochen wird, das bisher aber noch nie in der Form und so ausführlich behandelt wurde.

Hier geht es tatsächlich ganz allein um Flugkünste aller Art – seien es nun Schlangen, die aus dem Wasser springen, große Nashornkäfer, die trotz ihrer Größe und Schwere erstaunlich gut fliegen können, wenn auch nicht über weite Strecken, winzige Fliegen, die ihre Eier in Ameisen ablegen und dabei einiges leisten müssen, um sie unterzubringen bis hin zu Entenküken, die in Baumhöhlen schlüpfen und in schon in den ersten Stunden ihres Lebens springen müssen, Flughörnchen, die sich von Baum zu Baum bewegen, das sind nur einige der ungewöhnlichen Flugkünstler neben den Vögeln und Fledermäusen.

Selbst bei denen geht es um nichts anderes als deren Fähigkeiten, sich durch die Luft zu bewegen. In Zeitlupe kann man so mitverfolgen, wie etwa ein Wanderfalke in rasender Geschwindigkeit auf seine Beute hinab stürzt, wodurch es Kolibris gelingt, in der Luft zu stehen und sogar rückwärts zu fliegen. Man erfährt, was dabei eine Rolle spielt, und wie die Tiere Strömungen und Thermik, aber auch den Widerstand der Luft für sich zu nutzen wissen.

Man mag vieles vielleicht schon einmal gesehen haben, einige der Einstellungen werden auch in den Folgen mehrfach wiederholt, was aber durchaus Sinn macht, um die Bewegungen nach der Erläuterung in Zeitlupe und Standbild noch einmal genauer nachvollziehen und verstehen zu können.

Der Spannung tut das keinen Abbruch, denn die Folgen sind so abwechslungsreich gestaltet – springen von Spezies zu Spezies, so dass keine Langeweile aufkommen kann. Die Mischung ist jedenfalls ausgesprochen unterhaltsam und in sich stimmig.

Wissen wird dabei vertieft, es gibt aber auch Überraschungen vor allem für die Zuschauer, die sich noch nicht so sehr mit der Materie beschäftigt haben. Denn so manche Aufnahme ist in einem ungewohnten Blickwinkel entstanden.

Bild und Ton sind auf der Höhe der Zeit, Bonusmaterial gibt es leider keines, auch wenn es interessant gewesen wäre zu erfahren, wie die Macher die ein oder andere Einstellung aus der Perspektive eines fliegenden Vogels gedeichselt haben.

 

 

Fazit:

 

Alles in allem ist „Tierisch abgehoben – Wie Tiere die Schwerkraft überwinden“ aber eine Dokumentation, die über alle drei Folgen zu unterhalten weiß, gerade wenn man ein Faible für die spannenden und spektakulären Fähigkeiten von Tieren hat, gerade was das Fliegen betrifft.

 

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DVD:

Tierisch Abgehoben – Wie Tiere die Schwerkraft besiegen

 

Format: Dolby, PAL, RC 2

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Anzahl Disks: 1

FSK: Infoprogramm

Studio: Polyband/WVG

Erscheinungstermin: 26. August 2016

Produktionsjahr: 2016

Spieldauer: 150 Minuten

ASIN: B01HEE8O2K

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 02.09.2016, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01