In To kill A Shadow lernten wir Die verfluchten Lande kennen, eine Welt, die von tödlichen Nebeln umgeben ist. Jude Maddox und die Ritter des Königs sammeln bei einer ihrer Missionen die junge Kiara ein, die der Schlüssel zu sein scheint, um die immer weiter vorrückende Finsternis zu besiegen. Und so begeben sie sich auf eine Mission, die nun in To Shatter The Night fortgesetzt wird.
Auf der Reise in den Nebel und die Dunkelheit haben die beiden eine Menge herausgefunden, auch über sich und die Intrigen, in die sie verstrickt sind. Doch dann musste Jude Kiara zurücklassen. Obwohl ihr Herz gebrochen ist, macht sie sich auf die Suche nach ihm. Nur gemeinsam können sie dem Feind trotzen, der ihnen nach dem Leben trachtet.
Sie suchen die Hilfe einer berüchtigten Diebin, um dann in den Tempel des Mondgottes vorzudringen, einem Ort voller Geheimnisse, der allerdings auch viele Gefahren bietet und durch Alpträume zermürbt – gerade jetzt wo Kiaras Kräfte immer stärker und unkontrollierbarer zu werden scheinen.
Mit dem ersten Teil ihrer Dilogie schuf Catherine Quinn eine so interessante wie auch düstere Welt, in der die Menschen einander misstrauen und Gefühlskälte vorherrscht. Dennoch lässt sich Kiara auf das Angebot von Jude Maddox ein, ihn auf der Suche nach den Artefakten zu begleiten, die das Licht zurückbringen sollen.
Allerdings zeigt sich auf der Reise in den Nebel auch, dass beide nur einen Teil der Wahrheit kannten und damit die Karten neu gemischt wurden. Die Geschichte setzt hier nun direkt nach dem Cliffhanger ein.
Kiara ist verzweifelt und wütend, fühlt sich verraten, weiß aber dennoch, dass sie mehr mit Jude verbindet als nur die Liebe. Denn immerhin brauchen sie einander, wie sich auch im Verlauf der Geschichte zeigt, sind sie doch beide wichtig im Kampf gegen Licht und Schatten.
Solide und fast schon klassisch spult die Autorin das Abenteuer ab – führt die Helden in einen Dungeon voller Gefahren aber auch Selbsterkenntnissen. Allerdings geht sie dabei nicht sonderlich in die Tiefe und verspielt auch viele interessante Ideen, weil sie nun vor allem die Liebesgeschichte vorantreibt, die vermutlich von vielen Lesern erwartet wurde. Inklusive einer intimen Szene.
Der Hintergrund mag zwar die wichtigsten Punkte abdecken, bleibt aber dennoch recht oberflächlich. Viele mythische Elemente werden einfach in den Raum geworfen, auch der Endkampf bietet nur wenige neue Überraschungen.
Alles in allem fällt der zweite Band leider deutlich gegenüber den ersten ab, weil die Autorin durch das seitenlange Geplänkel der Gefühle leider einiges an Potential verschenkt, was der Geschichte auch für den Genre-Fan mehr Spannung gegeben hätte.