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Toy Shop Tycoon (Nintendo DS)

Rezension von Julia Krause

 

Spielzeug lässt Kinderherzen höher schlagen, das war schon immer so. Auch in vielen Erwachsenen steckt noch ein Kind und so könnten sich so manche Träume erfüllen, wenn man einen eigenen Spielzeugladen führt. Das dachten sich wohl die Macher von „Toy Shop Tycoon“, als sie das Spielkonzept entworfen haben.

 

Handlung

Man spielt zwei Geschwister, die noch sehr jung aussehen, von denen man aber nicht weiß, wie alt sie wirklich sind. Die Beiden haben ihren Großvater verloren, der ein Spielwarengeschäft geführt hat. Das hat er den beiden Kindern nun gemeinsam mit seinem Haus und ein wenig Geld hinterlassen. Sie dürfen den Laden behalten, jedoch nur, wenn es ihnen gelingt innerhalb drei Jahre den Umsatz auf 50.000 Euro zu steigern. Die Kinder erklären sich bereit das Wagnis einzugehen. Dafür müssen sie den Laden ersteinmal wieder einrichten, dafür stehen ihnen eine Kasse und zwei Regale zur Verfügung. Mehr Schränke lassen sich später dazu kaufen. Nun ist der Bruder für die Herstellung des Spielzeugs zuständig, das sich zu Beginn jedoch nur auf eine handvoll Varianten beschränkt und die Schwester verwaltet den Laden, räumt die Regale ein, bedient die Kunden und kassiert ab. In ihrer Freizeit oder wenn sie den Laden einfach einmal geschlossen halten, können sie in die Stadt oder an den Strand gehen, ihren Laden bekannter machen und mit einigen Menschen sprechen.

 

Technik

Die Steuerung ist simpel und geht hauptsächlich mit dem Touchpen vonstatten. Es gibt Buttons, die man anklicken kann, um diverse Tätigkeiten auszuführen, wie beispielsweise Spielzeug in ein bestimmtes Regal zu legen oder sich anzusehen, ob der Kunde gerade in Kauflaune ist. Im Laden selbst gibt es nicht allzu viel zu tun, dem Bruder kann man allerdings bei der Spielzeugherstellung behilflich sein. Man muss ihm sagen was und wie viel er davon herstellen soll. Dafür braucht man jedoch Geld, denn die Herstellung jedes Spielzeugs kostet etwas. Um ihm nun zu helfen, kann man per Steuerkreuz die nötigen Werkzeuge, die einem angezeigt werden, anwählen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn wenn man das falsche Werkzeug auswählt, hat der Bruder das Spielzeug verdorben und man kann es nur noch wegschmeißen. Je mehr Spielzeuge man von einer Sorte hergestellt hat, desto höher sind die Chancen, dass man das Spielzeug ohne Verluste herstellen kann. Zudem steigt damit auch die Möglichkeiten neues Spielzeug herstellen zu können, das noch nicht im Sortiment vorhanden ist.

Wenn man durch die Stadt läuft, weist man den beiden Geschwistern mit dem Touchpen den Weg oder gibt ihnen den Befehl einen anderen Laden zu betreten, um mit dem Inhaber zu sprechen. Dabei kann nicht allzu viel falsch laufen, außer das man vielleicht zwei Mal versuchen muss einen Laden zu betreten.

Die Musik ist wie immer eine leichte Hintergrundmusik, die man sich zwar eine Zeitlang anhören kann, die man dann aber entnervt ausschaltet, da man keine Lust mehr darauf hat. Die Graphik ist soweit in Ordnung, man hat eine farbenfrohe Umgebung und die Geschwister sind klein und niedlich. Leider wirken ihre Bewegungen etwas hölzern und die Umgebung ebenfalls. Wenn man davon absieht, wirkt alles jedoch fröhlich und angenehm.

 

Spielspaß

Dieses Spiel hat verschiedene Nachteile. Die Spielidee ist großartig und wäre sie besser umgesetzt worden, würde das Spiel auch viel mehr Spaß machen. Leider ist es zu Beginn des Spiels unmöglich, genug Spielzeuge für alle Kunden herzustellen, egal wie gut man plant, denn es gehen zu viele Spielzeuge bei der Produktion kaputt, man verliert mehr Geld als man einnehmen kann und dadurch lassen sich keine neuen Spielzeuge mehr herstellen. Zudem kommt man mit der Herstellung nicht hinterher, wenn einmal viele Kunden auf einmal kommen. So bleibt einem manchmal nichts anderes übrig, als den Laden einen Tag lang geschlossen zu halten und nur Spielzeug herzustellen. Das wird auf die Dauer langweilig. Auch die Besuche in der Stadt sind nicht großartig spannend, da die Personen dort im Grunde immer nur dasselbe sagen. Ein Tag ist schnell vorbei, noch bevor man alles erledigt hat, was man erledigen möchte und so lohnen sich die Gänge in die Stadt kaum, da der Laden sonst einen kompletten Tag lang geschlossen bleibt, die Geschwister gehen nämlich nur gemeinsam hinaus. Obwohl so ein Tag relativ schnell vorübergeht, ziehen sich die drei Jahre schrecklich in die Länge. Das ist vor allem so, weil es keine Abwechslung gibt. Man hat lediglich die Möglichkeit ein paar neue Spielzeugsorten mit in das Sortiment aufzunehmen oder den Laden einmal für viel Geld um zu dekorieren, wenn ein neues Fest bevor steht. Es gibt keine Kampagnen oder sonst etwas, das das Spiel auflockern würde.

 

Fazit

Alles in allem kann ich dieses Spiel ehrlich gesagt nicht empfehlen. Auf längere Sicht macht es keinen Spaß, da man nach drei Stunden, in denen man immer nur das gleiche gemacht hat, einfach die Lust an diesem Spiel verliert und noch viele weitere Stunden mit der Konsole verbringen muss, um ein Ergebnis zu erzielen. Die Graphik ist in Ordnung, aber nicht umwerfend, das Spielkonzept nicht innovativ oder mitreißend, es gibt keine Kampagnen oder sonst eine Auflockerung, stattdessen wird man schnell deprimiert, weil man in eine schlechte Situation geraten kann, ohne dort wieder aus eigener Kraft heraus kommen zu können und für solch eine Simulation gibt es einfach viel zu wenige Möglichkeiten selbständig zu agieren.

 

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Eure Meinung:


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Toy Shop Tycoon

von Majesco Entertainment

Plattform: Nintendo DS

USK-Einstufung: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gem. 14 JuSchG

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 19.11.2008, zuletzt aktualisiert: 16.02.2017 13:47