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Trine 4 – The Nightmare Prince

Rezension von Cronn

 

Als ich die Ebene betrete, fällt mir als erstes der windschiefe Baum auf. Im Hintergrund dreht sich eine Mühle, der Himmel ist wolkenverhangen und in ein rötliches Abendrotlicht getaucht. Malerisch sieht das alles aus.

Hoch oben im windschiefen Baum leuchtet eine bauchige Phiole. Das ist mein Ziel. Doch ich kann weder so hoch hinaufreichen noch hinaufspringen. Aber hey, wozu bin ich Magier? Natürlich, um mir mit Hilfe von Magie einen Vorteil zu verschaffen.

Also zeichne ich ein Viereck in die Luft. Sofort erscheint aus dem Nichts eine mechanische Kiste, in der sich Zahnräder drehen. Sie kann ich schweben lassen und somit bewerfe ich den windschiefen Baum damit.

Die Kiste trifft auf den Baum, der wird vom Aufprall nach rechts gebogen und die Phiole fällt mir vor die Füße.

Hoch lebe die Magie!

 

So spielt sich Trine 4 – The Nightmare Prince, das neueste Game aus dem Haus Frozenbyte. Und das ist nur ein einfaches Beispiel für die Rätsel, welche sich die finnischen Entwickler haben einfallen lassen.

Frozenbyte ist als Studio bekannt für seine Shadowgrounds-Serie, aber vor allem hat das erste »Trine«-Spiel eingeschlagen wie die sprichwörtliche Bombe. Doch nach dem eher mittelmäßigen dritten Teil, war es ruhig um die Serie. Aber nun hat das Warten ein Ende. Mit »Trine 4« erscheint ein weiterer Teil der Serie. Doch wie gelungen ist er?

 

Hintergrund:

Die Story von »Trine 4 – The Nightmare Prince« dreht sich um den namensgebenden Albtraum-Prinzen. Dieser hat sich mit Magie eingelassen, die seine Kräfte übersteigt. Auf diese Weise geriet er in Konflikt mit einer bösen Macht und ist nun geflohen. Die drei Helden von »Trine« müssen ihn aufsuchen und das Böse unter Kontrolle bekommen.

 

Gameplay:

»Trine 4 – The Nightmare Prince« spielt sich genauso, wie man es aus Trine und Trine 2 kennt. Man schlüpft in die Rolle eines der drei Helden, dem Magier, dem Ritter oder der Diebin und nutzt deren Fähigkeiten, um Physik-Rätsel zu lösen. Ab und zu wird auch gegen Bossgegner gekämpft.

Der Magier kann Kisten heraufbeschwören, der Ritter wehrt mit seinem Schild Feuerbälle ab und die Diebin kann Seilpfeile verschießen. Kombiniert man die Fähigkeiten, sind alle Hindernisse zu überwinden.

 

Die Rätsel steigen vom Schwierigkeitsgrad her angenehm an und überfordern den Spieler nicht. Aber spätestens ab der Mitte des Spiels sind sie nicht mehr zu einfach und erfordern einiges an Kombination.

Hier zeigt sich, dass »Trine 4 – The Nightmare Prince« ein tolles Koop-Spiel ist. Gemeinsam mit anderen (maximal 4 Spieler) macht das Knobeln rund um die Rätsel gleich doppelt so viel Spaß.

 

Allerdings ist »Trine 4 – The Nightmare Prince« nicht eine neue Evolutionsstufe der Serie geworden. Dafür zeigen sich zu wenig Neuerungen im Gameplay. Aber die Macher haben sich auf die Kerntugenden von »Trine« besonnen und machen somit den mediocren dritten Teil vergessen.

 

Grafik und Sound:

»Trine 4 – The Nightmare Prince« ist hübsch anzuschauen. Die Hintergründe sind märchenhaft malerisch, die Lichteffekte zuckersüß und die Animationen butterweich. Zwar könnte der Detailgrad der Texturen noch eine Schippe mehr vertragen, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

 

Auch der Sound von »Trine 4 – The Nightmare Prince« lässt sich keine Schwächen anmerken. Die Musik untermalt mit orchestralen Klängen das Geschehen, während die englischen Sprecher ihre Arbeit sehr ordentlich machen.

 

Fazit:

»Trine 4 – The Nightmare Prince« ist ein Nachfolger zu »Trine 2« geworden, der den dritten Teil ignoriert und sich auf die Kerntugenden der Serie besinnt. Das ist gelungen, auch wenn großartige Neuerungen ausbleiben. Spieler, die sich mit »Trine 2« lange beschäftigen konnten, werden auch am neuen »Trine 4 – The Nightmare Prince« ihre Freude haben. Besonders geeignet ist das Spiel für diejenigen Gamer, die am liebsten mit Freunden kooperativ rätseln.

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Eure Meinung:

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PC-Spiel:

Trine 4 – The Nightmare Prince

Frozenbyte / Astragon, 8. Oktober 2019

 

ASIN: B07V83KTPQ:

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 23.10.2019, zuletzt aktualisiert: 02.08.2020 16:37