Zurück zur Startseite


  Platzhalter

Triops City

Rezension von Christoph Weidler

 

Den Urzeitkrebs Triops gibt es schon seit über 200 Millionen Jahren und sie sind somit die ältesten lebenden Tiere auf unserer Erde und haben durch ihrer ungewöhnlichen Lebensweise und Anpassungsfähigkeit alle bisherigen Katastrophen und Umweltveränderungen überlebt. Mit dem Experimentierkasten „Triops City“ hat man die Möglichkeit sich diese kleinen Urzeitkrebse nach Hause zu holen, und sie bei ihrer Geburt, Wachstum und Entwicklung zu begleiten.

 

Das Begleitheft

Auf 33 Seiten begleitet das Heft das Experiment um die kleinen Triopse. Neben einer genauen Aufzuchtsanleitung zu Aufbau, Eier, Pflege, Aufzucht und Futterplan zu den ersten Tagen des Experiments, findet man hier sehr viele gute Tipps und Hilfen rund um die Aufzucht der kleinen Urzeitkrebse. Aber nicht nur das, in dem Heft wird auch tiefer gegangen und man erhält sehr viele Hintergrundinformationen zu der Herkunft und dem Leben der Triopse. Alles wird leicht aber gründlich erklärt, so dass fast alle Fragen eines neugierigen kleinen Forschers beantwortet werden. Die Aufzuchtsanleitung mit ihren Tipps und Hilfen ist sehr vorbildlich, und wenn man sich ganz genau daran hält kann eigentlich nichts schief gehen. Abgerundet wird das Begleitheft mit vielen schönen Illustrationen und Zeichnungen und einigen Tipps zu möglichen Experimenten wie z.B. "Wie finden Triopse eigentlich ihr Futter?" oder "Wie reagieren Triopse auf Licht?".

 

Das Experiment

Wir haben uns genau an die Aufzuchtsanleitung gehalten und dabei wie angeraten Tagebuch geführt. Das Tagebuch hat sich als eine schöne und vorteilhafte Idee gezeigt, denn so kann man zum einen auch im Nachhinein den Entwicklungsablauf nachvollziehen und den Zyklus von Geburt und Wachstum genau nachvollziehen. In dem Tagebuch haben wir Daten wie Wassertemperatur, Futtermenge, Anzahl der Krebse und Besonderheiten aufgeführt und das Ganze wurde dann von den Kindern mit eigenen Zeichnungen zu den Krebsen begleitet. Eine schöne Idee, denn so bleibt die Begeisterung und die Kinder konnten sich sehr in das Experiment vertiefen und hatten viel Spaß dabei.

Aber nun zu dem Experiment "Triops City" selber, der Kasten enthält fast alles was man zur erfolgreichen Aufzucht von Triopsen benötigt. Einzig was man dazukaufen muss ist ein 5 Liter Kanister destilliertes Wasser, der reicht aber dann auch für die ganze Dauer des Experimentes.

 

Tag 1

Am Anfang ist das Fantasie-Aquarium ordentlich zu reinigen, und dann mit dem destillierten Wasser zu füllen. Im Anschluss wird der Beutel mit dem Conditioner in das Becken gelegt, damit das Wasser die für die Krebse notwendigen Eigenschaften erhält. Dann lässt man das Becken zwei Tage ruhen, damit sich der Conditioner richtig entfalten kann.

 

Tag 3

Heute sollen die Eier in die Babystation des Beckens gegeben werden, aber bevor man das macht muß man auf alle Fälle mit dem mitgelieferten Thermometer die Wassertemperatur prüfen, denn die Krebse benötigen eine Wassertemperatur von 23 bis 27 Grad. Wir hatten sie leider nicht, aber dank des Begleitheftes fanden wir schnell eine gute Lösung. Eine kleine Halogenschreibtischlampe wurde dann von uns über die Mitte des Beckens platziert und das Licht der Lampe reicht absolut aus um das Wasser auf die notwendige Temperatur zu erwärmen. Sind die Krebse erst einmal geschlüpft, wird die Lampe soweit nicht mehr benötigt, da die Krebse für ihre weitere Entwicklung und Wohlbefinden nur noch eine Temperatur zwischen 20 und 25 Grad benötigen. Wir hatten im Becken nach dem Schlüpfen meistens eine Temperatur um die 21-22 Grad und die hat sich als ideal erwiesen.

 

Tag 4

Heute hatten wir, dank der Lampe, die notwendigen 23 Grad Wassertemperatur und konnten die Eier ins Becken geben.

 

Tag 5

Die ersten fünf Triopse sind geschlüpft. Ein schneller Erfolg der uns alle überrascht hatte, hatten wir uns doch auf eine längere Wartezeit eingestellt. Natürlich sind sie jetzt als frisch geschlüpfte Larven noch sehr klein, aber dank der mitgelieferten Lupe war es ein lustiges Unterfangen die kleinen Larven durch das Becken wuseln zu sehen. Und es geht schnell mit dem Schlüpfen, am späten Nachmittag waren es dann schon 20 geschlüpfte Triopslarven.

 

Tag 6

Nun wird der im Becken liegende Beutel mit dem Conditioner geöffnet. Er enthält auch das Futter für die ersten Tage und ernährt somit die kleinen Triopslarven. Leider ist die Anzahl der Larven über Nacht von 20 auf 10 geschrumpft, aber wie schon im Begleitheft erklärt muss man damit rechnen das nicht alle überleben.

 

Tag 8

Heute ist der Tag der ersten Fütterung, anhand des Futterplanes kann man genau entnehmen wieviel Futter die Krebse in diesem jetzigen Wachstumszustand haben dürfen, dieses richtet sich in erster Linie an die Anzahl der Larven. Dank des sehr guten Futterplanes kann man genau ersehen wie viel Futter die Krebse jeden Tag haben dürfen. Richtet es sich am Anfang noch rein an der Anzahl der Krebse, ändert sich dieses zu einem späteren Zeitpunkt und man muss dann die Futtermenge anhand Anzahl und Größe der Krebse berechnen.

Die Anzahl der Larven ist nicht weiter geschrumpft, wir haben immer noch zehn kleine Triopse.

 

Tag 10

Der Tag der Wandlung! Die zehn Larven haben diesen Entwicklungsabschnitt nun abgeschlossen und sich in zehn richtige kleine Urzeitkrebse verwandelt. Ähnlich wir Frösche durchleben auch Triopse verschiedene Entwicklungsmomente, frisch aus dem Ei geschlüpft sind sie noch Larven, verwandeln sie sich nach einigen Tagen in kleine Krebse.

 

Tag 11

Nun mussten wir das erste Mal das Becken säubern, dank den guten Tipps im Begleitheft ging dieses aber ohne Probleme.

 

Tag 12

Das Becken wird nun mit den mitgelieferten Steinen und Sand geschmückt, so macht es auch optisch gleich viel mehr her. Und es ist eine Freude die kleinen Wasserakrobaten zwischen den Steinen wühlen zu sehen. Und Akrobaten sind es in der Tat, die zehn Triopse schwirren durch das Becken, schlagen Purzelbäume und allerlei andere Schwimmmanöver. Es macht einfach Spaß sie zu beobachten. Die Kids haben ihnen mittlerweile sogar Namen gegeben.

 

weitere Tage

Mit der Zeit kommt natürlich eine gewisse Routine rein, und man sitzt nicht mehr ununterbrochen vor dem Becken, doch immer wieder wird geschaut wie es ihnen geht und schon versinkt man in ihren akrobatischen Wasserspielen. Insgesamt werden die Krebse bis zu 2 Monate alt, eine ideale Zeit für solch ein Experiment, welches viel Spaß macht.

 

 

Irgendwann kommt die Zeit wo die Krebse natürlich auch sterben, aber das gehört zu diesem Experiment dazu, denn so bekommen die Kids ein Gefühl für den Lebenskreislauf in der Natur. Geburt - Wachstum - Eiablage (welche man sogar sehen konnte) - Tod.

Vieles was man sonst anhand von Büchern versucht zu erklären, wird hier hautnah sichtbar. Wie wächst solch ein Tier, was frisst es, wie lebt es u.v.m.

Ein rund um schönes Experiment, welches ermöglicht in der Wohnung diesen Teil der Natur hautnah erleben zu können. Aber auch ein schöner kleiner Test ob die Kidds schon verantwortungsvoll genug für ein eigenes Haustier sind, denn wie bei jedem Tier wollen auch Triopse gefüttert und das Becken gesäubert werden, das heißt dann auch für die Kidds Verantwortung übernehmen.

 

 

Der Erfolg

"Triops City" hat sich als großer Erfolg zu einem Experiment aus der Sparte Natur gezeigt, welches der ganzen Familie Spaß gemacht hat. Mittlerweile sind 30 Tage seit Beginn des Experimentes vergangen und es wuseln immer noch neun Krebse in dem Becken und man kann fast zusehen wie sie wachsen. Mittlerweile kommen sie auf eine Größe von drei Zentimeter und haben sich zu beachtlichen Wesen entwickelt. Es macht immer noch Spaß sie beim Fressen und bei ihren Wasserakrobatik zuzuschauen. Einziges Manko, welches sich im Laufe der Zeit herausgestellt hat, ist der Algenwachstum im Becken, welchen man schwer verhindern kann. Ist auch, wie man es von einem richtigen Aquarium her kennt, ganz normal. Die etwas verwinkelte Bauweise des Triops City Becken erschwert nur etwas die Entfernung der Algen, aber auch das ist machbar.

 

Fazit

Mit "Triops City" bekommt man ein rundum perfektes und äußerst informatives Naturexperiment welches Geburt, Entwicklung und Leben hautnah vermittelt. Abgerundet mit sehr vielen guten Hintergrundinformationen und Hilfen, hat sich "Triops City" als voller Erfolg erwiesen und ist somit ein gelungenes Experiment welches man für naturbegeisterte Kinder nur empfehlen kann.

 

Triops City - Die Stadt der Krebes

(anklicken zum vergrößern)

Bilder aus 11 Tagen eines Triops - man kann beim Wachsen zuschauen

(anklicken zum vergrößern)
(Fotos von Heike Rau)
 

Eure Meinung:

Durch einen Wechsel der Kommentarfunktion unterscheiden sich diese Einträge von neueren.

Anzeige: 1 - 1 von 1.

Alexander
Sonntag, 26. Juli 2009 13:30 Uhr
Ich bin begeistert von Triops City.
Es macht keinen großen Aufwand, außer das Becken säubern.

Die kleinen Triops sind auch schon nach ein paar Tagen geschlüpft. Leider nur 3 Stück. 2 von Ihnen sind Nach 1 Woche schon gestorben.

Der überlebende Triops lebte ein wenig länger. Nach ca. 3 Monaten ist auch er gestorben.

Trotzdem: Wirklich lohnenswert.

Zum Seitenanfang

Platzhalter

Triops City

von Kosmos

Altersempfehlung des Herstellers: ab 9 Jahre

ASIN: B0001ZWG7E

Erhältlich bei: Amazon

 

Inhalt:

 

  • Fantasie-Aquarium mit 4 Schiebetoren
  • Sand
  • Muschelsand
  • Glow-in-the-dark-Steine
  • Lupendach & Lupe
  • Kombipack: Eier, Futter, Conditioner
  • Thermometer
  • Saugflasche & Löffel zur Reinigung
  • Anleitungsheft

 


Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 13.07.2007, zuletzt aktualisiert: 20.02.2015 05:35