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Triton-Passage von Nicolai von Michalewsky

Reihe: Mark Brandis 20

Rezension von Christel Scheja

 

„Triton-Passage“ ist der zwanzigste Band der „Mark Brandis“-Reihe und führt den Helden einmal mehr in den Weltraum hinaus.

 

Eigentlich hatte Mark Brandis mit seiner Frau Ruth für drei Monate in den wohlverdienten Urlaub verschwinden wollen. Aber das Schicksal will es anders. Erst verunglücken sie durch einen Unfall und es sieht eine Weile sehr schlecht für Ruths Überleben aus, dann bittet John Harris seinen alten Freund eine heikle Mission zu übernehmen, die er als VEGA-Direktor gegen den Willen der Regierung ausführen lässt.

Mark soll mit einem fremden Schiff und einer fremden Crew zu einer Rettungsmission aufbrechen, um ein Schiff der VOR zu retten, das sich in den Gravitationsfeldern des Gasriesen Neptun verfangen hat. Allein die Tatsache, das über siebzig zivile Passagiere an Bord sind, gibt den Ausschlag.

Natürlich kann Mark nicht ablehnen, da dies seinen Prinzipien widerspricht – da ist er anders als viele seiner Kollegen.

Schon band muss er feststellen, dass schon die Hinreise kein Zuckerschlecken sein wird, denn seine Crew ist zum Teil völlig unerfahren, zum anderen haben gewisse Männer nicht ohne Grund negative Einträge in ihren Akten. Und so kommt es, wie es kommen muss. Zwar gelingt es, das VOR-Schiff zu finden – aber das was sie dort vorfinden ist ernüchternd und nur der Beginn eigener Probleme.

 

In diesem Band der Reihe geht es weniger um die Mission selbst als um Mark und seine Crew. Erstmals muss sich der Commander mit Menschen herumschlagen, die nicht dazu bereits sind ihr Bestes zu geben oder persönliche Belange zurückzustellen. Der Streit mit den Männern gipfelt fast in einer Meuterei, aber die Gefahren, denen sie sich dann stellen müssen, sorgen dafür, dass zumindest einige von ihnen zur Vernunft kommen, hauptsächlich die, die ihre ersten Erfahrungen sammeln und so erkennen, dass man im All nur zusammen überleben kann und einer dem anderen helfen muss.

Zwar lässt der Autor am Ende einiges offen – regt dadurch aber den Leser auch zum Nachdenken an. Zudem zeigt er, dass nicht jede Mission seines Helden von einem Erfolg auf ganzer Linie gekrönt sein muss und es manchmal wichtiger ist, auf sein Herz zu hören und nicht auf die Befehle der Regierung.

Hier bricht stellenweise auch wieder die Schärfe des kalten Krieges durch, die sich gerade am Anfang deutlich spürbar im Umgang der Betroffenen mit der Rettungsmission zeigt. Neben Bürokraten und Betonköpfen sind da aber auch die Männer, die wie Mark und John menschlich bleiben und Vorbehalte über Bord werfen.

Alles in allem bleibt das Buch zwar sehr ruhig und bietet nur wenige bedrohliche Situationen, beschäftigt sich aber um so mehr mit Mark und der Mannschaft.

 

Das macht den „Trition-Passage“ zu einem interessanten Band der Reihe, da sie sich wieder einmal mehr um die Menschen dreht als um die eigentliche Mission – die hier nur zur Bewährungsprobe einer Mannschaft wird, die sich erst sehr deutlich zusammenraufen muss.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Triton-Passage

Reihe: Mark Brandis Band 20

Autor: Nicolai von Michalewsky

Taschenbuch, 163 Seiten

Wurdack-Verlag, Mai 2011

Titelbild: Markus Vogt

 

ISBN-10: 3938065680

ISBN-13: 978-3938065686

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 28.12.2011, zuletzt aktualisiert: 27.03.2020 13:51