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Trolls

Entdecke die Geschichte der über-optimistischen Trolls, die immer ein Lied auf den Lippen haben, und den dauer-pessimistischen Bergen, die nur dann zufrieden sind, wenn sie einen Troll im Magen haben.

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Eure Meinung:

Armin, 18.12.2016, 10:16:
Liebe Kinder, bitte sagt euren Eltern, dass ihr diesen Film nicht sehen wollt, sondern lieber was richtig Cooles. Das ist »Trolls« nämlich leider überhaupt nicht. Denn da werdet ihr mit Botschaften gequält, die pädagogisch wertvoll sein sollen, es wird endlos viel gesungen und lustige Szenen sind praktisch Fehlanzeige. An einen modernen Animationsfilm erinnert einzig und allein die absolut gelungene Optik. Inhaltlich ist »Trolls« ein Rückfall in die finsterste Steinzeit der bewegten Bilder und erinnert an die Machart uralter Zeichentrickfilme.

Die Bergens sind nicht nur hässlich, sondern auch dauerhaft schlecht oder gar übel gelaunt. Glücksgefühle empfinden sie nur, wenn sie einen Troll verspeisen dürfen. Dumm nur, dass die Trolls schon vor zwanzig Jahren die Flucht ergriffen haben und seither das unbeschwerte Leben genießen, das für sie aus Singen, Tanzen und Kuscheln besteht. Dann übertreibt es Prinzessin Poppy (in der deutschen Fassung von Lena Mayer-Landrut gesprochen) aber mit einer Party, die Trolls werden doch wieder entdeckt und eine Handvoll auch gefangen genommen. Poppy begibt sich zusammen mit ihrem Freund Branch (gesprochen von Mark Foster), der immer vor den Bergens gewarnt hat, auf eine Rettungsmission.

Die knuddeligen Trollpuppen mit den wuschigen Frisuren gehen auf den dänischen Holzschnitzer Thomas Dam zurück und waren schon in den frühen sechziger Jahren vor allem in den USA äußerst beliebte Spielzeuge. Dank ihres witzigen Aussehens wären sie eigentlich bestens dazu geeignet, frech, fröhlich und ein bisschen anarchisch über die Leinwand zu wirbeln. Warum sie das nicht tun dürfen, bleibt das Geheimnis der Macher aus dem Hause Dreamworks um die beiden Regisseure Mike Mitchell (»Für immer Shrek«) und Walt Dohrn. Statt ihre Figuren von der Leine zu lassen, werden diese in eine kreuzlangweilige Geschichte gezwängt, die keinen Hund hinter dem Ofen vorlockt. Dazu kommt die »Earth, Wind and Fire« geschwängerte Fröhlichkeit des Soundtracks, der in seltsamer Unentschlossenheit einen Haufen sattsam bekannter Lieder entweder in deutschen Fassungen oder in englischsprachigen Cover-Versionen präsentiert – wobei die Singerei im einen wie im anderen Fall einfach nur nervt. Grausamer sind nur die albernen Tänze, der Kuschelalarm und der beständig erhobene Zeigefinger.

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Trolls

Jahr: 2016

Regie: Walt Dohrn und Mike Mitchell

Animation

 

Erhältlich bei: Amazon

SprecherInnen:

  • Anna Kendrick
  • Justin Timberlake
  • Zooey Deschanel
  • Lena Mayer-Landrut (deutsch)
  • Mark Foster (deutsch)

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Erstellt: 18.12.2016, zuletzt aktualisiert: 22.07.2017 20:26