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Unsterbliche Begierde von Raven Hart

Rezension von Christel Scheja

 

Hinter den Pseudonym Raven Hert verbirgt sich nicht nur eine Person sondern gleich zwei, nämlich die Autorinnen Susan Goggins und Virginia Ellis. Sie erzählen gemeinsam die Geschichte einiger Vampire aus der neuen Welt, die sich gegen ihren Schöpfer aus Europa aufgelehnt haben und nun versuchen, ihr eigenes Unleben durchzuziehen

 

Zwar ist es William Cuyler Thorne gelungen, seinen Schöpfer und Blutsvater Reedrek so zu schwächen, dass er ihn besiegen und begraben konnte, aber die Gefahr ist noch nicht vorüber, denn er hat noch andere „Kinder“, die treuer zu ihm stehen und nun nur darauf warten, sich an dem Abtrünnigen zu rächen.

Derweil hat William aber andere Sorgen. Seine menschliche Gefährtin Eleanor hat zugestimmt, sich in eine Vampirin verwandeln zu lassen. Sein Freund Jack unternimmt den ersten Schritt, sie zu beißen und infizieren, nun müssen sie abwarten, ob die Verwandlung gelingt. Erst dann kann er sie in einem Paarungsritual fester an sich binden.

Während er darauf wartet, erlebt er eine unangenehme Überraschung. Den plötzlich stehen Diana, seine erste Frau aus der alten Welt und der gemeinsame Sohn vor ihm.

Beide stehen unter dem Bann und Befehl von Hugo, Reedreks bedingungslos ergebenen „Sohn“ und sind damit zu seinen Feinden geworden.

Während er mit sich hadert und nicht weiß, was er tun soll, nutzt Hugo die Stunde und wendet sich heimlich an Eleanor. Er bietet ihr Unabhängigkeit und Freiheit, wenn sie sich ihm ebenfalls anschließt. Und was wäre verlockender für eine Frau, die von Männern bisher eher unterdrückt und gedemütigt wurde?

Als dann auch noch die Tochter von Melaphia, einer mit Jack und William befreundeten Vampirin entführt wird, ist das Maß voll. Die beiden Vampire versuchen etwas zu unternehmen, müssen aber feststellen, dass sie längst selbst in einem eng gesponnenen Netz aus Intrigen und dunkler Magie gefangen wurden.

 

Es gibt viel Sex und auch einiges an Action, aber wirklich fesselnd und spannend ist „Unsterbliche Begierde“ nicht. Auf der einen Seite plätschert die Handlung ohne wirkliche Höhepunkte dahin, da man viele Entwicklungen zu schnell durchschaut und auch das Ende nicht wirklich die Handlungsfäden zusammen führt, auf der anderen Seite wird man mit den Figuren nicht warm. Auch wenn aus der Sicht von Jack und William erzählt wird, wirklich sympathisch werden einem die Männer nicht. Auch die Charakterzeichnung bleibt sehr oberflächlich, so dass man nicht wirklich Anteil an ihrem Schicksal nimmt.

Alles in allem wirkt das ganze wie eine hastig zusammen gemischte Suppe aus derber Erotik, markigen Sprüchen und einer Prise Gewalt.

Die meiste Zeit sind die Vampire mit sich selbst und ihrem Alltag beschäftigt und lassen sich von den Intrigen überrollen anstatt von sich aus aktiv zu werden.

Zwar ist die Geschichte flott geschrieben, aber dass kann den eher durchschnittlichen Inhalt auch nicht mehr heraus reißen.

 

Alles in allem ist „Unsterbliche Begierde“ kein Vampir-Roman, den man kennen muss, da er zum einen keine interessante Geschichte erzählt und zum anderen auch nicht einmal mit den Figuren fesseln kann.

 

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Unsterbliche Begierde

Autor: Raven Hart

Klappbroschur, 511 Seiten

Blanvalet, erschienen Februar 2010

Übersetzung aus dem Englischen von Maike Claußnitzer

Titelbildgestaltung von Hildendesign

ISBN-10: 3442373832

ISBN-13: 978-3442373833

Erhältlich bei: Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 21.04.2010, zuletzt aktualisiert: 18.11.2015 14:52