Inzwischen verbinden Gareth und Beltane mehr als nur einfache Herzfesseln, denn ein Blutbund hat ihre Seelen so eng miteinander vereint, dass sie nun im Finale von Die Säulen der Magie vielleicht getrennt werden, aber niemals alleine sind. Wieder wandelt Autorin Daniela Zanger dabei auf den Spuren ihres großen Vorbildes Gillian Bradshaw.
Weitere zehn Jahre sind vergangen, in denen Beltane und Gareth herrschen und vier Kinder herangezogen haben. Es scheint alles friedlich, aber sie wissen, dass da draußen immer noch der dunkle Magier Tamwyn lauert und auf Rache sinnt. Vor allem hat er nun ein neues Werkzeug, dass er gegen sie einsetzen kann: Nelia, Gareths uneheliche Tochter.
Dann stirbt auch noch der Thronfolger des Kaisers. Auch wenn er genau weiß, dass er sich damit in eine Schlangengrube begibt, beschließt Gareth seinem Onkel beizustehen und muss Beltane zurücklassen.
Um wieder leichter in die Geschichte zu finden hat Daniela Zanger die ersten beiden Romane zusammengefasst und dem ganzen voran gestellt. Dennoch sollte man sich »Herzfesseln« und »Blutbund« nicht entgehen lassen, kann man doch dadurch besser in das ganze Netz aus Intrigen eintauchen. Und das hat es in sich, da eben nicht nur Tamwyn mitmischt, sondern auch jede Menge anderer Adliger, die ihren Groll auf das Paar schon seit vielen Jahren pflegen.
Genau das wird jetzt episch ausgespielt, so dass man sich vielleicht besser ein Taschentuch bereit legen sollte, wenn man den ein oder anderen Charakter bereits lieb gewonnen hat. Daniela Zanger hält die Fäden jedenfalls sicher in den Hand und verknüpft sie in einem epischen, ja dramatischen Finale, das es in sich hat.
Hier werden nun die über viele Jahre aufgebauten Beziehungen ausgespielt, dürfen Hass und Liebe miteinander ringen. Letztendlich bekommen einige was sie verdienen, allerdings nicht ohne dass einige Opfer erbracht werden müssen.
Die Stärken höfischer Fantasy, garniert mit Magie werden gekonnt ausgespielt, auch das Ende wird dem gerecht. Lesende werden durch ein Wechselbad der Gefühle geführt und können das Buch zufrieden beiseite legen, auch wenn natürlich ein bittersüßer Beigeschmack bleibt.
Alles in allen richtet sich die Geschichte genau an die Fans, die charakterbezogene Geschichten mögen, in denen Intrigen die Spannung tragen anstatt epischer Schlachten und dabei auch eine interessante Form der Magie zu schätzen wissen.