Vampir im Schottenrock von Katie MacAllister

Hörbuch

 

Rezension von Christel Scheja

 

Rezension:

Nur locker hängen die Hörbücher von Katie MacAllister zusammen. Vampire sind bei ihr die „Dark Ones“, die mehr oder weniger amouröse Erlebnisse und Abenteuer mit sterblichen Frauen oder wie in „Vampir im Schottenrock“ erstmals angedeutet – mit Mischblut – erwarten. Der Roman liegt nun auch in einer Hörfassung vor. Wieder trägt Vera Telz die ca. 280 min lange Lesung vor, die auf vier CDs in einem Jewelcase verteilt wurden.

 

Samantha ist eigentlich eine Wahrsagerin. Als sie aber aus dem Orden hinausgeworfen wird, weil sie sich zu viele unsinnige Fehler erlaubt hat, ist guter Rat teuer. Da sie kein Knd von Traurigkeit ist, gründet sie zusammen mit ihrer Cousine Clare ein Detektivbüro und bietet sich an, verlorene und verschollene Dinge für ihre Klienten wiederzufinden.

Schon bald läuft das Geschäft ganz gut. Einer ihrer ersten Klienten ist ausgerechnet der wohlhabende und auch als Mann sehr attraktive Scott Paen, dessen Bruder Finn mit Clare locker liiert ist und deshalb ihren besonderen Service kennt.

Samantha soll für ihn so schnell wie möglich eine kleine Statue aus dem alten China aufspüren. Man sieht ihm an, dass ihm die Zeit unter den Nägeln brennt.

Schon bald ahnt die junge Wahrsagerin, das mehr hinter der ganzen Sache steckt und kommt einem düsteren Geheimnis auf die Spur.

Paen ist nicht nur ein Vampir, sondern besitzt auch keine Seele. Und nun besteht auch die Gefahr, dass seine Mutter die ihre verliert, weil die Eltern vor vielen Jahren einen Pakt mit einem Dämonenfürsten schlossen, der sich nun dazu entschieden hat, den Preis einzufordern – ausgerechnet eine Antiquität aus dem alten China, die schon seit Jahren nicht mehr im Familienbesitz der Scotts ist.

Auf der Suche muss Samantha feststellen, dass sie nicht die einzige ist, die nach dem Schatz sucht. Sie hat auch einen gefährlichen Feind, den sie besser kennt als vermutet. Und zudem ist es nicht immer leicht, einen klaren Gedanken zu bewahren, da die Liebe manchmal zu sehr die Sinne benebelt und das Denken schwer macht.

 

Auch wenn die Geschichte wesentlich phantastischer ist als ihre Vorgänger und erstmals auch die Welt der Dämonen mit einbindet, ist der Roman insgesamt doch wesentlich schwächer als die ersten drei Folgen. Denn die einzelnen Elemente wollen nicht so recht zusammen passen. Schon der Auftrag wirkt aufgesetzt, die Protagonisten agieren außergewöhnlich schwach, wenn sie nicht gerade mit ihren erotischen Techtelmechteln beschäftigt sind. Das nimmt den Geschehnissen und Figuren doch eine Menge an Kraft.

Man merkt sehr deutlich, dass der Autorin Beziehungsgeschichten und leidenschaftliche Schilderungen viel mehr liegen als abenteuerliche Szenen. Selbst die Gags sind nicht mehr ganz so spritzig und frech wie vorher.

Auch das Hörbuch und die Sprecherin können nicht über die Schwächen hinwegtäuschen. Vera Telz bemüht sich die Stimmung einzufangen und lebendig zu vermitteln, aber sie kann auch nicht die Schwächen der ohnehin schon gestrafften Handlung ausbügeln.

 

Fazit:

Wer keine all zu tiefgehende Unterhaltung erwartet und sich entspannen will, kann „Vampir im Schottenrock“ durchaus genießen, da man sehr leicht in die Handlung findet und sich stellenweise ganz gut amüsieren kann, aber wirklich in Erinnerung bleibt das Hörbuch nicht, was mehr am Inhalt als an der Lesung selbst liegt.

 

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Hörbuch:

Vampir im Schottenrock

gekürzte Lesung

Autorin: Katie McAllister

Sprecherin: Vera Teltz

Umfang: 4 CDs

Laufzeit: ca. 279 Minuten

Argon, Januar 2010

Übersetzer: Antje Görning und Bettina Oder

Titelbild: Anke Koopmann

 

ISBN-10: 3839810140

ISBN-13: 978-3839810149

 

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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zuletzt aktualisiert: 15.07.2019 20:03 | Users Online
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