Mit Silvan als Geisel zwingt Semael Noran dazu, seine Armee auf Amadal anzuführen. Vinea hat unterdessen die Führerschaft bei den amadalischen Rebellen übernommen, gerät kurz darauf aber in Gefangenschaft. Währenddessen befasst sich Semael persönlich mit Elise. Die Machtverhältnisse neigen sich immer stärker zu Semaels Seite. Kann das Licht überhaupt noch gegen die Dunkelheit siegen?
Auch mit dem 3. Band seiner Mitrys Trilogie setzt Paweł Kopijer wieder nahezu lückenlos dort an, wo Band 2 (Der Kämpfer von Semael) endete. Auf eine direkte Fortführung im vorherigen Band unterbrochener Szenen verzichtet er diesmal allerdings.
Auch in diesem Band steht Noran wieder stärker im Fokus als Vinea. Allerdings gibt es diesmal auch längere Abschnitte, in deren Fokus Silvan steht. Zudem werden parallele Ereignisse auf Elise thematisiert, bei denen keiner der Protagonisten anwesend ist.
Leider nehmen militärische Auseinandersetzungen – bei denen natürlich auch Magie eine große Rolle spielt – in diesem Abschlussband einen recht großen Raum ein, weshalb mich dieses Finale der Trilogie nicht ganz so überzeugen kann wie seine beiden Vorgänger. Den Anteil dieses Handlungselements empfand ich persönlich als deutlich zu ausführlich dargestellt. Dadurch traten die Elemente, die mich bei den bisherigen Bänden so überzeugen konnten, abschnittweise in den Hintergrund. Trotzdem ist die Trilogie als Ganzes eine überzeugende Fantasy-Geschichte, wobei besonders sie Auflösung der Rätsel um die persönlichen Hintergründe Vineas und Norans noch eine Überraschung bereithält. Mehrere Elemente am Ende deuten dann darauf hin, dass der Autor eine Weiterführung der Geschichte zumindest als Möglichkeit in Erwägung zu ziehen schient.
Der Autor wechselt im vorliegenden Band sogar zwischen noch mehr Handlungssträngen als bisher.