Angelica Nightingale ist Managerin in einem großen Hotel. Ihre Hexen-Identität hat sie zurückgelassen, als sie vor 13 Jahren ihren magischen Heimatort Silverlake verließ. Als sie eines Tages einen Anruf erhält, dass ihre Tante, bei der sie aufwuchs, im Sterben liegt, lässt sie trotzdem alles liegen und stehen, um nach Silverlake zu eilen. … wo ihre Tante sie putzmunter in ihrem heruntergekommenen Hotel begrüßt. Als die Tante dann jedoch unter Mordverdacht gerät, beschließt Angelica, den wahren Täter zu finden.
In ihren Mystic Inn Mysteries vereint Stephanie Damore Urban Fantasy und Cosy Crime. Diese Kombination funktioniert (zumindest im vorliegenden 1. Band) sehr gut.
Protagonistin ist Angelica, eine Frau, die ihre magische Heimatstadt vor Jahren aus Liebeskummer verließ und jetzt zurückkehrt. Auch wenn sie, um ihrer Tante zu helfen, mit ihrem Ex-Freund, einem Anwalt, zusammenarbeiten muss, verzichtet die Autorin bisher weitestgehend auf eine Romantasy-Komponente.
Das vor Nichtmagiern verborgene Silverlake wird als eine normale US-amerikanische Kleinstadt dargestellt, wie sie jeder aus zahlreichen Filmen und Serien kennt. Der Unterschied besteht nur darin, dass die Bewohner zaubern und es beispielsweise einen Zauberstabladen gibt. Im Gegensatz zu vielen anderen Urban-Fantasy-Geschichten werden Magie und Technik hier nicht als unvereinbar dargestellt. Computer & Co. gehören auch hier zum Alltag. Im Fokus der Handlung steht auch eher die kriminalistische Komponente, obwohl der Mord eindeutig auf magische Weise erfolgte.
Dass die Protagonistin am Ende bis auf Weiteres in Silverlake bleibt, überrascht natürlich kaum. Immerhin verrät ja bereits der Reihentitel, dass das Hotel der Tante das Zentrum dieser Urban-Fantasy-Cosy-Crime-Reihe bildet. Wenn auch die folgenden Kriminalfälle so gut gemacht wie dieser bleiben, dürfte es sich lohnen, der Reihe treu zu bleiben.