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Verstummt von Karin Slaughter

Rezension von Katrin Kress

 

Kurzbeschreibung:

Das Böse hat eine Stimme: Karin Slaughter

Selbst der erfahrene Detektive Michael Ormewood vom Atlanta Police Department ist schockiert, als er die ermordete junge Frau in ihrem Blut vor sich sieht. Wie gelähmt starrt er auf die Tüte in seinen Händen, die ein Kollege ihm zugeworfen hat. Sie enthält ein Beweisstück - die Zunge des Opfers. Das Werk eines krankhaften Serientäters? Alles deutet darauf hin. Michael sieht sich daher gezwungen, mit Special Agent Will Trent zusammenzuarbeiten, einem undurchsichtigen Mann, dem er instinktiv misstraut. Und mit der Polizistin Angie Polaski, die verdeckt ermittelt und früher seine Geliebte war - bevor sie sein Feind wurde. Nur wenige Stunden nach Auffinden der Leiche verschafft sich das Böse dann Zutritt zu seinem eigenen Haus. Und es sieht ganz danach aus, als ob das Geheimnis hinter all dem Wahnsinn untrennbar mit Michael verknüpft ist. Längst Vergangenes sickert in die Gegenwart, wie Gift in seine Adern ...

 

Zum Inhalt:

1985 wird die 15-jährige Mary Alice Finney in Atlanta vergewaltigt, verstümmelt und ermordet. Als mutmaßlicher Täter wird John Shelley, ein als Drogenfreak und Sonderling bekannter Jugendlicher aus der Nachbarschaft, verhaftet und zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. 2006 wird die Leiche der Prostituierten Aleesha Monroe entdeckt – ebenfalls vergewaltigt und mit abgebissener Zunge. Als noch zwei fast zu Tode geprügelte Teenager mit den gleichen Verstümmelungen auftauchen, bekommt der ermittelnde Detektiv Michael Ormewood Unterstützung durch den Agenten des „Georgia Bureau of Investigation“ (GBI) Will Trent.

Außerdem mischt die Undercover-Polizistin Angela Polaski mit, Kurzzeitaffäre von Ormewood, sowie eine Mixtur aus bester Freundin und großer Liebe Trents. Zudem kennt sie John Shelley, der mittlerweile aus der Haft entlassen, nach Atlanta zurückgekehrt ist und einige unangenehme Entdeckungen machen muss. Hat man etwa den falschen Täter verhaftet, und der wahre Täter konnte all die Jahre ungestört weiter morden? Als die junge Nachbarin Ormewoods, mit herausgetrennter Zunge und vermutlich erschlagen, in ihrem Garten aufgefunden wird, nimmt die ganze Angelegenheit sehr persönliche Züge an, deren schmerzhafte Auswirkungen nicht nur Angela am eigenen Leib erfahren wird.

Bisher habe ich nur die ersten beiden Bände der Grant Country Reihe gelesen, die haben mir schon gut gefallen. Aber dieses Buch ist noch besser. Es hat aber absolut nicht mit der Grant Country Reihe am Hut. Sondern scheint eher der Anfang einer neuen Serie zu sein.

 

Der Beginn könnte typischer gar nicht sein. Eine Tote, Blut, Polizei. Riecht nach dem typischen Thriller der keinerlei Überraschungen bereit hält. Fehlanzeige. Das Buch wirkt leicht verwirrend. Es gibt mehrere Hauptpersonen, Handlungsstränge, Rückblicke in die Vergangenheit. Besonderst am Anfang wirkt dies auf den Leser teilweise sehr verwirrend, wenn man jedoch durchhält fügen sich die einzelnen Teilchen am Ende logisch wieder zusammen und das ein oder andere Licht geht dem Leser dabei auf.

Die Protagonisten sind diesmal wirklich sehr spezielle. Wie man es von der Autorin gewohnt ist gibt es auch diesmal kein Schwarz und Weiß, sondern mehrere Grauschattierungen. Leider bleiben die einzelnen Charaktere oberflächlich, trotz teilweiser ausführlicher Lebensläufe und Hintergründe, schafft es Frau Slaugther es nicht Ihnen die nötige Tiefe zu verleihen. Dennoch haben alle ihre Macken und Geheimnisse, manche verdammt große Geheimnisse.

 

Wie gewohnt liest sich auch dieser Thriller aus den Händen von Karin Slaughter sehr flüssig, leider häufen sich im Laufe des Buches die Unlogischen Reaktionen der Charakter und auch einige Ungereimtheiten in der Story stören. Teilweise wirkt dies als hätte die Autorin keine Lust mehr gehabt.

 

Auch die letzten 50 Seiten lassen deutlich nach im Vergleich zum Rest des Buches, wobei doch gerade auf das Ende bei einem Thriller das meiste Augenmerk fällt.

 

 

Fazit:

Ein guter Thriller welcher leider einige logischen Fehler enthält und meiner Meinung nach zu viele Klischees erfüllt. Leuten mit starken Nerven und einem warmen Plätzchen am Kamin ist es aber für lange Winterabende trotzdem wärmstens zu empfehlen, auch wenn ich schon besseres aus der Feder dieser Autorin gelesen habe.

 

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Verstummt

Autor: Karin Slaughter

Gebundene Ausgabe: 508 Seiten

Verlag: Blanvalet (19. September 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3764502665

ISBN-13: 978-3764502669

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 19.11.2008, zuletzt aktualisiert: 05.08.2019 19:15