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Vialla und Romaro von Lilli Thal

Rezension von Julia

 

Rezension:

Es gibt zwei Wälder, den sanften und den wilden, in der Umgebung, in der die Menschen dieses Buches leben. Zwei Dörfer gibt es und die jungen Leute verlassen ihre Heimat nur, um auf Brautschau zu gehen. So ist es auch für Vialla und Romaro das erste Mal, das sie einander sehen und sofort spüren, dass sie füreinander geschaffen sind. Als sie sich entscheiden, dass sie heiraten möchten, stoßen sie jedoch auf unerwarteten Widerstand. Die Dorfgemeinschaft ist gegen ihre Verbindung, sehen sie zwischen den Beiden doch zu große Ähnlichkeiten, wie man sie sonst nur bei Geschwistern findet, sodass aus einer Heirat nur Böses entstehen könnte.

Um ihre Gefühle nicht zu verraten und weiterhin zusammen bleiben zu können, beschließt das junge Paar nach einer Zeit der Trennung um ihrer Liebe willen zu flüchten und außerhalb der beiden Dorfgemeinschaften im Westen ihr Glück zu versuchen. So kommt es aber, das sie ihre Freiheit und ihre Gefühle zu sehr genießen und nicht auf den Weg achten, der sie unweigerlich in den wilden Wald führt.

Dort angekommen beginnt ein großes Unglück, als Romaro eine wunderschöne blonde Frau, Apate, sieht und dieser wie gebannt in ihren Baum-Palast folgt. Vialla erkennt, das es sich dabei nicht nur um eine Frau, sondern um einen Dämon handelt und versucht ihren Liebsten zurückzuhalten, doch dieser kann sich nicht aus dem Zauber des Monsters befreien. Er wird in das Schloss des Dämons gebracht, wo diese das Ziel hat ihn letztendlich in ihrem See zu ertränken und in ihrem Garten ruhen zu lassen. Vialla bleibt nicht viel Zeit um Romaro zurück zu erobern, vor allem da ihre Gegnerin stark und verschlagen ist. Beständig redet diese Romaro ein, dass seine Liebe zu Vialla nur eine Illusion ist und lässt ihn, aber auch Vialla leiden.

 

Der Anfang des Romans ist sehr atmosphärisch und besticht durch Details und Emotionen. Schnell findet man sich in dieser fantasievollen Welt zurecht und liest sich fest. Mit Spannung verfolgt man die Flucht und mit Entsetzen die Gefahren, in die die Liebenden geraten. Auch als Romaro gefangen genommen wird, leidet man noch eine ganze Weile mit den Beiden. Plötzlich ist das aber vorbei und man empfindet nur noch genervte Langeweile. Die Autorin übertreibt irgendwann einfach, erzählt dasselbe noch einmal in anderen Worten, das jedoch immer wieder und zieht die Gefangenschaft unnötig in die Länge, sodass die komplette Geschichte nicht mehr glaubhaft wirkt. Das nimmt ihr sehr viel von ihrem Zauber. Auch wird das Buch auf einen Schlag sehr brutal und es kommt zudem zu ausschweifenden sexuellen Handlungen, die man so nicht erwartet hätte. Die Aufmachung des Buches lässt nicht darauf schließen und auch der Klappentext nicht, sodass gerade junge Leser sicherlich überrumpelt und vielleicht auch abgestoßen reagieren.

Zwar gibt es ein recht kurzes und durchaus befriedigendes Ende, jedenfalls auf seine Art und Weise, aber das kann den Roman nicht mehr retten. Wäre der Mittelteil nicht ganz so ausschweifend gewesen, hätte man hier tatsächlich seine Freude haben können, das jedoch schmälert den Eindruck und macht die Geschichte vor allem für jüngere Leserinnen nahezu unbrauchbar.

 

Fazit:

Alles in allem liegt hier eine Horrorgeschichte vor, die weder mit sexuellen, noch mit unheimlichen Elementen geizt, auch wenn man das zu Beginn nicht erwarten würde. Lesenswert ist der Roman meiner Meinung nur für ältere Leser, die wissen, worauf sie sich damit einlassen.

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Buch:

Vialla und Romaro

Autorin: Lilli Thal

Taschenbuch, 384 Seiten

Ravensburger Buchverlag,1. August 2009

 

ISBN-10: 3473583480

ISBN-13: 978-3473583485

 

Erhältlich bei: Amazon

 

weitere Infos:


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Erstellt: 14.11.2009, zuletzt aktualisiert: 05.08.2019 19:15