Visuell besonders zu beeindrucken vermögen die Zeichnungen von Al Dempster, der Alice in Wonderland bebildert. Die detailreichen und besonders großformatigen Zeichnungen erzählen die Story so gekonnt, dass der begleitende Text fast unnötig ist. Dabei greift der Künstler in den Bildern zahlreiche Elemente von Film bzw. Buchvorlage auf, die in der adaptierten Geschichte keine Rolle spielen.
Ein echter Hingucker sind auch Jane Werners Zeichnungen zu Snow White and the Seven Dwarfs. Hier ist die Liebe zum Sujet förmlich zu spüren – auch weil thematisch passende Schmuckkanten immer wieder die Seitenränder verschönern.
Bezüglich des Niedlichkeitsfaktors ganz vorne dabei ist schließlich Bambi. Zeichner Felix Salten gelingt es, die Emotionen der Tiere perfekt zu verdeutlichen und den Wald lebendig werden zu lassen.
Deutlich bedrohlicher wirkt dagegen das von Dick Kelsey gezeichnete Raubtier in Peter and the Wolf. Das könnte ein allzu junges Publikum möglicherweise etwas verschrecken, unterstreicht aber gleichzeitig Kelseys Zeichenkunst.
Zu beachten ist, dass die Geschichten kindgerecht adaptiert sind. So haben die Autoren etwa nicht nur das Grimmsche Schneewittchen an einigen Stellen entschärft. Auch Bambis Mutter muss hier nicht die Flinte des Jägers fürchten. Dennoch sind ansprechende Geschichten entstanden. Die Modifikationen sind dabei klar der primären Zielgruppe geschuldet.