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Welt ohne Morgen von Jack Soren

Rezension von Christel Scheja

 

Der in Toronto lebende Autor Jack Soren hat sich schon als Taxifahrer und Kellner durchgeschlagen und schrieb Software Handbücher oder versuchte sich sogar als Provatdetektiv. Nach dem Erfolg seines für mehrere Arwards nominierten ersten Romans „Der Monarch“ konnte er sich als Schriftsteller etablieren. „Welt ohne Morgen“ ist nun sein zweiter Roman um Jonathan und Lew.


Eine ganze Weile waren die beiden Männer im Geheimen aktiv und haben die Welt als „Der Monarch“ aufgemischt. Doch als es ihnen zu brenzlig geworden ist, haben sie den Job, die Welt zu verbessern, aufgegeben und versuchen nun Schadensbegrenzung zu betreiben, weil sie zu vielen Leuten auf die Füße getreten haben.

Jonathan hat seine Tochter Nathalie auf ein gut geschütztes Internat in die Schweiz geschickt, wo er sie sicher wähnt und vermeidet jeden nachverfolgbaren Kontakt zu ihr. Lew hat sich schweren Herzens von seiner Freundin Emily getrennt, um sie nicht in Gefahr zu bringen. Dass das allerdings nichts nützt, bekommt er zu spüren, als sie von Unbekannten entführt wird. Das Ziel ist klar, man will ihn und seinen Freund damit in die Falle locken.

Nun stecken die beiden in einer Zwickmühle – sollen sie nachgeben, auch wenn sie wissen, dass das nicht viel bringen wird, oder den Kampf aufnehmen?

In dieser schweren Zeit tritt eine mysteriöse Organisation auf die beiden zu und bietet ihnen nicht nur Hilfe an, sondern auch einen äußerst lukrativen Job. Können die beiden Männer da wirklich „Nein“ sagen? Immerhin steht nicht weniger auf dem Spiel als die Sicherheit der Menschheit, wenn sie dem Treiben auf einem japanischen Luxuskreuzer keinen Einhalt gebieten.


Was Jack Soren in „Welt ohne Morgen“ bietet ist ein geradliniger und leicht zu verdauender Action-Thriller mit einer klaren Handlung, Figuren die man sofort einschätzen kann und Geheimnissen, die sich nach und nach enthüllen aber am Ende zu einem klaren Gesamtbild zusammen fügen.

Die Geschichte will weder gesellschaftliche noch wissenschaftliche Entwicklungen kritisieren sondern einzig und allein in „James Bond“-Manier unterhalten.

Deshalb geraten die Helden natürlich auch in irrwitzige Situationen, bei denen sie zeigen müssen, dass sie nicht auf den Kopf gefallen sind und sich schon gar nicht unterkriegen lassen. Immer wieder geraten sie in Gefahr und brauchen einiges an Unterstützung, um sich aus den brenzligen Situationen wieder frei zu kämpfen.

Das Ende ist aber soweit klar, denn der Autor macht keinen Hehl daraus, seinen Helden mehr als derbe Nackenschläge versetzen zu wollen. Sie kommen am Ende zwar ein wenig angekratzt, aber dennoch ohne tiefe Wunden davon.

Immerhin spart er es sich unnötig abzuschweifen. Er nimmt sich zwar die Zeit, das Geschehen aus der Sich mehrere Leute zu erzählen, genau das sorgt aber auch dafür, dass man am Ende versteht, wie alles zusammen passt.

Die Figuren erhalten bis zu einem gewissen Grad Profil, damit der Leser in der Lage ist, Sympathie oder Antipathie zu entwickeln und dennoch nicht damit überfordert wird. Alles wird letztendlich der Handlung untergeordnet, nicht mehr und nicht weniger.


Alles in allem ist Jack Soren wieder einmal ein kurzweiliger Thriller gelungen, denn „Welt ohne Morgen dürfte alle Erwartungen, die man an abwechslungsreiche Agenten-Action stellt, erfüllt werden, inklusive einiger phantastischer Elemente, wie man sie auch oft in den „James Bond“-Filmen fand.



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Eure Meinung:

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Buch:

Welt ohne Morgen

Autor: Jack Soren

Taschenbuch, 416 Seiten

Harper Collins, Januar 2017

Übersetzer: Marco Mewes

 

ISBN-10: 3959670575

ISBN-13: 978-3959670579

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B01F5A2U66

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 05.04.2017, zuletzt aktualisiert: 09.11.2018 15:20